Bahnübergänge sollen aufgehoben oder gesichert werden. Der Bahnhof wird durch eine Haltestelle ersetzt. Jean-Pierre Kipfer von der Firma Engineering Bahn Bau AG (EBB), die im Auftrag der asm wirkt, berichtet, dass der Landerwerb auf guten Wegen sei. «Wir konnten bis jetzt bis auf eine Ausnahme mit allen eine Einigung erzielen», so der EBB-Geschäftsführer.

Er spricht von fairen Angeboten, die Rechtshändel verhindern sollten. «Ein Fall ist noch offen, aber auch dort führen wir gute Gespräche.» Etwas Sorge bereitet Kipfer aber die baldige Einigungsverhandlung, organisiert vom Bundesamt für Verkehr. Elf Einspracheparteien werden mit Kipfer als Bauherrvertreter und dem Bundesamt verhandeln. Unzufrieden ist Kipfer, weil die Gemeinde nicht mit am Tisch sitzt. Etwas Unterstützung hätte er gerne gesehen.

Kanton gibt Gemeinde recht

Die Gemeinde wiederum wird nur noch von einem Beschwerdeverfahren geplagt. Eine Auseinandersetzung im Zusammenhang mit der asm-Projekt wurde gewonnen. Die Beschwerde beim Amt für Gemeinden wurde abgelehnt. Diese betrifft die mit 200 Unterschriften eingereichte Forderung nach einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung. Der Gemeinderat hatte diese Forderung abgelehnt. Zwar habe mehr als ein Fünftel der Gemeindebevölkerung das Begehren unterstützt. Flumenthal hat aktuell zirka 960 Einwohner, aber das Anliegen liege, so die damalige Begründung, nicht in der Kompetenz der Gemeindeversammlung. Das vorhandene Bauprojekt der Aare Seeland mobil liege einzig in der Kompetenz des Bundesamtes für Verkehr, welches die Auflage zu beurteilen habe.

Laut Sitzungsprotokoll des Gemeinderates wurde die Beschwerde beim Kanton in allen Teilen abgewiesen. Der Beschwerdeführer will zum Entscheid keine Stellung nehmen. Der Kanton dürfe laut Amtsleiter Reto Bähler das Urteil nicht kommentieren, weil es kein öffentliches Verfahren ist. Bleibt noch die Gemeinde. Vizegemeindepräsident Markus Zubler kommentiert aber einzig: «Die Antwort entspricht den Erwartungen.» Näher will er den Entscheid nicht ausführen.

Noch nicht entschieden ist die zweite Beschwerde, die dem Bau- und Justizdepartement vorliegt. Diese beanstandet, dass der Gemeinderat auf eigene Faust ein Abkommen mit der Aare Seeland mobil unterzeichnet hatte. Das Abkommen hält fest, dass der Gemeinderat gegen die geplante Sanierung des Bahnhofes und die Aufhebung fast aller Bahnübergänge im Dorf keine Einsprache erheben werde, wenn im Gegenzug für die Gemeinde keinerlei Kosten anfallen. Die Beschwerdeführer erhielten vom Kanton Fristerstreckung für eine Stellungnahme in dieser Sache. Ende März sollte aber der Entscheid gefällt sein.