Am Mittwoch hat der Werkleitungssteg nördlich der Strassenbrücke über die Emme ihren definitiven Platz gefunden. In einer gross angelegten Aktion wurde die 70 Meter lange und 70 Tonnen schwere Brücke von der Strassenbrücke aus 15 Meter weit über Stahlträger an den richtigen Ort verschoben. Der Vorgang, ausgeführt von einer spezialisierten Firma, dauerte etliche Stunden und war in den Abendstunden noch nicht beendet. Mit dem Werkleitungssteg überbrücken Leitungen der AEK, der Regio Energie, der Kebag und von Biogen die Emme. Die vier Player bilden die Miteigentümerschaft des Steges. Sie zahlen die Kosten für den Steg und unterhalten diesen auch. Die Konstruktion ist eine Bogenbrücke aus Stahl mit obenliegendem Bogen. Der Steg dient einzig als Werkleitungssteg.

Das kantonale Amt für Verkehr (AVT) ist Bauherrenvertreter und koordinierte die Aktion. Beim AVT laufen alle Fäden zusammen, nicht nur für die termingerechte Installation des Werkleitungssteges, sondern auch für die Terminkoordination der folgenden Bauten. «Im Herbst beginnen wir mit den Bauten für den Ersatz der Strassenbrücke», erklärt Nader Winkler, Projektleiter Kunstbauten beim AVT. Zwei Jahre später, wenn die Strassenbrücke fertig erstellt sein wird, startet die Kehrrichtverbrennungsanlage den Bau der neuen Anlage Kebag Enova. «Wir stellen sicher, dass die Bauvorhaben kompatibel sind mit unserem Brückenersatz.» Mit diesem kann erst im Herbst gestartet werden, weil zuerst Fundationen in der Emme nötig sind, die aber nur bei Niedrigwasser im Winterhalbjahr gemacht werden dürfen. Im Frühjahr müssen die Fundationen beendet sein.

Nachdem der Werkleitungssteg platziert ist, kann die Brücke bis zum Beginn des Brückenersatzes im Herbst wieder zweispurig befahren werden. Im Sommer werden die Leitungen über den Steg in Betrieb genommen und die alten Leitungen unter der Strassenbrücke demontiert. Um am Mittwoch eine Vollsperrung der Strasse zu vermeiden, wurde das Schiebeverfahren gewählt. Ansonsten hätte der Steg mit zwei Kränen platziert werden müssen.