Bucheggberg
Nur eine kritische Stimme gab es zur Neuorganisation des Zivilschutzes

Die Gemeindepräsidentinnen und Gemeindepräsidenten aus dem Bucheggberg gaben grünes Licht für die Neuorganisation der Zivilschutz- und Bevölkerungskreise.

Rahel Meier
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Kommt die Neuorganisation zustande, braucht es ab 2019 weniger Zivilschutzdienstleistende.

Kommt die Neuorganisation zustande, braucht es ab 2019 weniger Zivilschutzdienstleistende.

zvg

Reto Vescovi (Geschäftsführer Repla) stellte an der VGGB (Vereinigung der Gemeindepräsidentinnen und Gemeindepräsidenten Bucheggberg) die angedachte Neuorganisation des Bevölkerungs- und Zivilschutzes Aare Süd vor. Heute bestehen im Bucheggberg und im Wasseramt vier Organisationen.

Keine erreicht die neu erforderliche Grösse von 20'000 Personen. Da man beim Bund bereits von Organisationen in der Grösse von 50'000 Personen redet, haben sich die Wasserämter und die Bucheggberger dazu entschieden, gleich den grossen Wurf zu landen und alle vier Organisationen zusammenzuschliessen.

«Die Organisationen sind jetzt sehr unterschiedlich aufgestellt», erklärte Vescovi an der VGGB-Konferenz. Man habe die heutigen Vereinbarungen und Reglemente analysiert, die Kosten überprüft und die Organisationsformen angesehen. «Wir schlagen vor, dass neu ein Zweckverband gegründet wird», so Vescovi.

Dieser solle als Bataillon mit drei Kompanien organisiert werden. Ein Bataillonskommandant würde neu zu 100 Prozent angestellt, ihm zur Seite stünden laut Konzept ein Stellenleiter und ein Materialwart. Die weiteren Positionen würden alle im Milizsystem geführt. Aus den heute total 670 Angehörigen würden neu nur noch 540 Leute.

Man habe einen Statutenentwurf erarbeitet und auch ein mögliches Budget. Letzteres zeigt auf, das die Neuorganisation im Durchschnitt nicht teurer werden sollte.

Die Zeit drängt

Vescovi machte klar, dass die Zeit drängt. An den Gemeindeversammlungen im Dezember sollte über die Neuorganisation beschlossen werden. Im nächsten Jahr müssten die Delegierten gewählt werden und der Vorstand mit der Arbeit beginnen. «Nur so können wir mit dem operativen Betrieb am 1. Januar 2019 starten.»

Die Wasserämter Gemeindepräsidenten haben bereits grünes Licht gegeben, sodass die Vorbereitungsarbeit weitergeführt werden kann. In einer Konsultativabstimmung sprachen sich auch die Bucheggberger Gemeindepräsidenten, bis auf eine Gemeinde, für die Neuorganisation aus.

Aus zwei wird eins

Der Zweckverband Familien-, Mütter- und Väterberatung Wasseramt und der gleichnamige Verband im Bucheggberg möchten zusammenschliessen. Ein erster Anlauf, der vor Jahren genommen wurde, scheiterte. Bereits heute arbeiten die beiden Verbände aber eng zusammen und die Sitzungen werden gemeinsam abgehalten. Es gibt aber immer noch zwei Vorstände, zwei Delegiertenversammlungen, zwei Jahresberichte, Budget und Rechnung müssen getrennt geführt werden und auch die Protokolle müssen für den Zweckverband und den Verband im Bucheggberg separat geschrieben werden.

Nicole Stuber (Vereinspräsidentin Bucheggberg) und Vreni Müller (Zweckverbandspräsidentin Wasseramt) informierten über den momentanen Stand. «Wir möchten vor allem wissen, was die Gemeinden denken, deshalb sind wir hier.» Stuber und Müller hatten die selbe Frage bereits in der Wasserämter Gemeindepräsidentenkonferenz gestellt. Dort stand man dem Zusammenschluss positiv gegenüber. Einziger Wunsch war, dass die künftige Form gut überprüft werden solle. Die Bucheggberger schlossen sich ihren Kollegen an und so soll der Zusammenschluss vorangetrieben werden.

Die Bucheggberger Gemeindepräsidentinnen und -präsidenten beschlossen zudem, 5000 Franken für das Freilichtspiel «Schärer Micheli» zu sprechen. Das sei zwei ein bisschen weniger, als sich der Verein «Buechiwäger Freilichtspiel» vorgestellt hat, das sei aber in Anbetracht der finanziellen Lage des Vereines verkraftbar, so der Tenor im Gremium.

Weiter will der VGGB anregen, dass die Statuten des Zweckverbandes Altersheim Lüterswil überarbeitet werden. Die Statuten seien zehnjährig, viele der Gemeinden, die aufgeführt sind, gibt es nicht mehr. Zudem möchten die Gemeinden ihren Einfluss stärken. «Genau genommen gehört das Altersheim uns Gemeinden. Also sollten wir auch mitreden können.» Weiter wurde angeregt, dass ein Mitglied des VGGB Einsitz im Vorstand nehmen sollte, damit die Informationen besser fliessen.