«Das Krokodil ist verschwunden!» Bruno Durrer erzählte den Teilnehmern des Ferienpasskurses «auf Schatzsuche in der Zentralbibliothek» gleich zu Beginn von einem vermissten Stoffkrokodil. Dieses hatte ein Räuber zusammen mit einer Krokodilgeschichte gestohlen.

Die «Rasselbande aus Langendorf» erkundigte gemeinsam mit Durrer die Bibliothek auf der Suche nach Hinweisen, die in Form von Zeichnungen im ganzen Gebäude verteilt waren. Zuerst durften die Schatzsucher dem Direktor der Bibliothek aber noch höchstpersönlich einen Besuch in seinem Büro abstatten.

Einen ersten Hinweis fanden die grossen Kindergärtler, Erst- und Zweitklässler dann in der Kinder- und Jugendabteilung. Eine Zeichnung führte sie in den alten Keller. Dort konnte es einem mulmig zu Mute werden. Die Glühbirne spendete nicht viel Licht und an der Wand hing ein Gummiskelett. Das konnte die Schatzsucher aber nicht von ihrer Mission abbringen. In einem alten Weinregal fanden sie den nächsten Zettel.

Der erste Hinweis ist gefunden und wird eifrig von den Kindern gedeutet.

Der erste Hinweis ist gefunden und wird eifrig von den Kindern gedeutet.

Er beschrieb den Weg zu keinem viel gemütlicheren Ort: der Waschküche. Hier war der nächste Hinweis versteckt. Aber wo? In der Waschmaschine nicht, ebenso wenig auf der Wäscheleine oder hinter den Wasserrohren.

Matthias entdeckte den Zettel schliesslich oben auf einem Heizungskörper. Schnell versammelten sich die Kinder um ihn, um die Zeichnung zu deuten. Bruno Durrer, der sich in der Zentralbibliothek auskennt, wusste schliesslich, wie die Gruppe zum nächsten Hinweis gelangen konnte.

Regale voller Schätze

Die Kinder durften an diesem Tag für einmal auch durch die Erwachsenenbibliothek schleichen, bevor sie ein Treppenhaus empor stiegen. So gelangten sie an einen Ort, zu dem Bibliotheksbesucher normalerweise keinen Zugang haben: das Archiv. «Hier gibt es Tausend Bücher!», schätzte Aleksia. «Nein, sicher eine Million!», meinte Giuseppe.

Ferienpass Langendorf: Auf Schatzsuche in der Zentralbibliothek Solothurn

Auf Schatzsuche in der Zentralbibliothek Solothurn

Zeit für weitere Diskussionen blieb keine, schliesslich hatten die Schatzsucher das Krokodil noch nicht gefunden. Zwischen den dunklen Regalen leuchtete plötzlich ein Licht auf, ausgelöst durch einen Sensor. Ein Volltreffer! Gleich zwei Karten lagen im Regal. Eine war der nächste Hinweis, die andere schlug den Kindern den Gang in den Pausenraum vor. Der Kursleiter stimmte für diese Variante. Nach kurzem Zögern waren auch die Kinder einverstanden, schliesslich macht so eine Schatzsuche durstig.

Nach der Stärkung konnte die Mission weitergehen. Wieder mussten die Kinder Treppen steigen. Diesmal nicht hinunter in den Keller, sondern hoch in den alten Dachboden. Auch hier gab es bloss wenig Licht. Dafür Spinnweben und Gerümpel. Dazwischen konnte eine grossartige Entdeckung gemacht werden: Das Stoffkrokodil! Es lag angekettet in einem dunklen Winkel zwischen Kisten.

Der Räuber hatte den Schatzsuchern eine weitere Botschaft hinterlassen. Die Kinder sollten in einen weiteren düsteren Dachboden hinaufsteigen. Dort fanden die erfolgreichen Schatzsucher eine enttäuschende Nachricht des Räubers. Das Buch sei nicht mehr hier. Dafür erfreute eine Schatzkiste voller Schokoladenkekse die Kinder. Das fehlende Buch war so schnell vergessen.

Zudem kannte Durrer die Krokodilgeschichte auswendig und erzählte sie den Kindern. Nach einem Happy End gingen Schatzsucher zufrieden ein letztes Mal durch die ganze Zentralbibliothek.

Von ihrem Abenteuer, das sie vom Keller, durch das Büro des Direktors, die Erwachsenenbibliothek und das Bücherarchiv, bis hin zum Dachboden führte, konnten sie schliesslich mehrere Schätze mitnehmen: Erinnerungen an verborgene Räume und Wege in der Zentralbibliothek, die nur echte Schatzsucher entdecken können.