Der Gemeinderat hatte vorgängig entschieden, dass diese von Anfang September bis zur Fasnacht dauernden Proben nicht mehr an einem Sonntag von 19 bis 21 Uhr im Werkraum der Mehrzweckhalle stattfinden dürfen, sondern ab Saison 2016/2017 neu an einem Wochentag.

Dies weil sich Anwohner wegen des Lärms, trotz der geschlossenen Fenster, belästigt fühlen. Die «Baukis» - neun Mitglieder waren anwesend - aber wünschen sich weiterhin den Sonntag, weil kein gemeinsamer Wochentag gefunden werden konnte. In der Diskussion befürchteten mehrere Votanten, dass dies der Anfang von Reklamationen sei, welche in Zukunft auch die Sportvereine, den Spielplatz oder die Musikgesellschaft betreffen könnten. «Wer neben eine Mehrzweckhalle zieht, muss mit Lärm rechnen», empörte sich ein Anwesender.

Zudem glaubten viele, über die Motion könne sofort entschieden werden. Gemeindepräsident Eduard Gerber aber bekundete: «Wir haben Ordnung im Staat», und liess vorerst die Motion für dringlich bestimmen. Sie wird nun für die Rechnungsgemeinde im Juni traktandiert.

Bildung schlägt zu Buche

Ohne Wortmeldung genehmigten die 48 Stimmberechtigten das Budget 2016 nach neuem Rechnungslegungsmodell HRM 2 mit einem Aufwandüberschuss von 134 900 Franken. Dieser wird dem Eigenkapital belastet. Laut Beat Gattlen, Ressortchef Finanzen, resultiert das Defizit in erster Linie im Bereich Bildung. Hier liegen die Ausgaben um insgesamt 168 000 Franken höher als im Vorjahr.

Hauptgrund dabei ist die neue Schülerpauschale, anstelle der herkömmlichen Subventionen des Kantons an die Lehrerbesoldung. Der Finanzausgleich vermag das schlechtere Verhältnis nicht zu kompensieren.

Auch im Bereich der sozialen Wohlfahrt steigt der Aufwand gegenüber dem Vorjahr um 45 000 auf 738 300 Franken. Die Spezialfinanzierung «Wasserversorgung» weist einen Aufwandüberschuss von 41 950 Franken auf und die «Abwasserbeseitigung» einen Ertragsüberschuss von 24 210 Franken. Gerechnet werden muss daher künftig mit einer Anpassung der Gebühren.

Im Weiteren hat die Versammlung das Reglement über die Verwaltungsgebühren einstimmig gutgeheissen. Festgelegt darin sind neu die Hundesteuer, die 80 Franken beträgt sowie die Anlassbewilligungen. Dafür sind die Gesuche mit dem offiziellen Formular bei der Gemeindeverwaltung mindestens drei Monate vor dem Anlass einzureichen. Die Gebühren betragen im Normalfall 100 Franken.