Luterbach
Nun werden Inputs der Bevölkerung zum Uferpark gesammelt

Am Mitwirkungsanlass zum Uferpark Attisholz Süd in Luterbach gab es Fragen und Antworten aus der Bevölkerung. Eines wurde klar: Der Park soll so viel Natur wie möglich aufweisen.

Lea Reimann
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Ein Teil des Geländes für den künftigen Aareuferpark.

Ein Teil des Geländes für den künftigen Aareuferpark.

Thomas Ulrich

Verwunschene Uferwege, Picknickplatz und Gasthaus, aber auch Inseln, Stege und sogar eine Biobadi in der Kläranlage – das Naherholungsgebiet, das sich künftig vom Emmenspitz bis zur alten Kläranlage erstrecken soll, tönt vielversprechend.

Das Interesse an der Infoveranstaltung zum Biogen-Park an der Aare war dementsprechend gross und Begeisterung war spürbar. «Dieser Park ist etwas vom besten, was uns passieren konnte», erklärte Gemeindepräsident Michael Ochsenbein den zirka fünfzig anwesenden Personen, darunter auch Gemeindebehörden der umliegenden Gemeinden und Vertreter von Vigier und Attisholz.

Nachdem Martina Voser von Mavo Landschaften Zürich ihr Siegerprojekt vorgestellt hatte, galt es vor allem, Fragen zu beantworten und Inputs aufzunehmen. Zur Sprache kam beispielsweise die Brücke, die allenfalls als Verbindung zum Emmenspitz entstehen könnte, jedoch nicht direkt zum Projekt dazugehört. «Diese Verbindung hat für die nationale Veloroute eine zentrale Bedeutung», unterstrich ein Anwesender. Dass man zur Querung der Emme einen Umweg zur Hauptstrasse machen müsse, sei äusserst ungünstig, deshalb sollte unbedingt direkt an der Aare eine Brücke errichtet werden.

Visualisierungen des Uferparks von Biogen in Luterbach: Ein grüner Streifen belebt das Aareufer.
4 Bilder
Der 56'000 Quadratmeter grosse Park zieht sich vom Emmenspitz bis zur alten Kläranlage mit den Schwimmteichen. Das Biogen-Betriebsgelände bleibt frei zugänglich.
Uferpark Biogen
Der öffentliche Platz neben der ehemaligen Attisholz-Kantine.

Visualisierungen des Uferparks von Biogen in Luterbach: Ein grüner Streifen belebt das Aareufer.

zvg

Der Gemeinderat sei diesbezüglich aber skeptisch, so Michael Ochsenbein: «Während sich auf Luterbacher-Seite eine eidgenössisch geschützte Auenlandschaft befindet, ist der Emmenspitz auf der Seite Zuchwils eher ein Partygelände, das viele Leute anzieht.» Es besteht die Angst vor Abfall in der Auenlandschaft. Dazu komme, dass diese Brücke sehr viel kosten würde.

Dass der Naturschutz ein grosses Anliegen war, zeigten auch weitere Inputs aus dem Publikum. Die Beleuchtung des Attisholz-Platzes, welcher als Begegnungsort errichtet werden soll, sei gut zu überlegen, nachts wäre Lichter löschen angesagt, so ein Anwesender. Ein anderer sprach das Zugvogelreservat an und Jürg Nussbaumer, Präsident der Planungs- und Umweltschutzkommission versicherte, dass darauf stark Rücksicht genommen werde. Während Menschen das Areal vor allem im Sommer beanspruchen werden, hätten die Vögel im Winter dort ihre Ruhe.

Auf die Frage nach dem Unterhalt des Parks erklärte Ochsenbein: «Der Unterhalt ist eigentlich die einzige finanzielle Leistung, die wir als Gemeinde erbringen müssen. Wir fahren damit also sehr gut.» Die Kosten für Planung und Realisierung würden grösstenteils vom Kanton gedeckt.
Bis zum 9. Mai können Mitwirkungseingaben auf der Gemeindeverwaltung eingereicht werden. Jürg Nussbaumer ermunterte, davon Gebrauch zu machen: «Wir sind auf Euch angewiesen.» Gerne dürfe man auch mitteilen, was am Projekt gefällt und unbedingt beibehalten werden sollte.