Die letzten zwei Baulücken im «Blumenfeld» sollen geschlossen werden. Auf den Baufeldern sind Wohnüberbauungen geplant. Die aufgelegten Gestaltungspläne Narzissenweg und Blumenfeld zeigen unterschiedliche Lösungen.

Die Parzelle am Narzissenweg südlich der Bahnlinie schliesst an Landwirtschaftsland im Oberen Emmenholz an. Sie liegt am Siedlungsrand. Nördlich des rund 6522 Quadratmeter grossen Areals finden sich Mehrfamilienhäuser, südlich sind es Einfamiliendoppelhäuser. Laut Zonenplan befindet sich das Grundstück in der Wohnzone W2b mit einer Ausnützungsziffer von 0,5.

Mit dem aufgelegten Gestaltungsplan wird eine zeitgemässe Wohnüberbauung mit einer moderaten Verdichtung angestrebt. Die Planungskommission hat mit der Beurteilung der Freiräume gegenüber Landschaft und Nachbarn eine Lösung mit drei gleichförmigen, quadratischen Bauten bevorzugt. Die Bauten könnten maximal zirka 23,5 Meter Seitenlänge aufweisen. Sie sind so angeordnet, dass ein hofartiger Raum entsteht, über welchen die einzelnen Häuser erschlossen werden.

Es wird gegenüber der Grundnutzung mit einer um 20 Prozent erhöhten Dichte und einem zusätzlichen Geschoss geplant, was der geforderten Verdichtung an diesem Ort angemessen sei, so der Raumplanungsbericht zum Gestaltungsplan. Auf den dreigeschossigen Bauten ist jeweils noch eine Attika vorgesehen.

Die Geschossfläche der Bauten beträgt maximal 3885 Quadratmeter, was der Ausnützungsziffer von 0,6 (mit Gestaltungsplan) entspricht. Im Plan sind insgesamt 44 Wohnungen eingezeichnet. Eine Einstellhalle umfasst 52 Parkplätze. Oberirdisch sind 8 Besucherparkplätze eingeplant.

Gestaltungsplan Blumenfeld

Der zweite Gestaltungsplan betrifft das Grundstück GB Nr. 1624, das übrig gebliebene Areal des rechtsgültigen speziellen Bebauungsplans Mittleres Blumenfeld. Rundherum wurden die Wohnbauten realisiert. Das im Jahr 1968 auf GB Nr. 1624 vorgesehene 12-geschossige Hochhaus mit einer eingeschossigen Ladenfläche wurde aber nie gebaut.

Mit dem neuen Gestaltungsplan Blumenfeld wird eine Wohnüberbauung ohne Hochhaus angestrebt. Dabei soll die im alten Bebauungsplan enthaltene Nutzungsdichte auch im neuen Teilgestaltungsplan zugelassen werden.

Der neue Gestaltungsplan schlägt zwei längliche Bauten in Süd-Nord-Richtung vor. Gegenüber befindet sich der Schaugarten der Firma Wyss AG. Die südliche Hälfte der Bauten ist fünfstöckig, die nördliche Hälfte vierstöckig ohne Attikageschosse ausgeführt. Insgesamt dürften rund 60 Wohnungen entstehen. Eine geknickte Fassade verschafft den Bauten eine unverwechselbare Erscheinung. Die Einstellhalle umfasst 60 Parkplätze. Oberirdisch sind weitere 7 Parkplätze geplant.