Recherswil
Nicht nur bei «Schweiz bewegt» läufts gut

Der Gemeinderat von Recherswil verabschiedete die Jahresrechnung mit einem Überschuss von über halber Million. Auch die Aktion «Schweiz.bewegt» läuft sehr gut.

Gundi Klemm
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Spatenstich für den ersten Teil der Überbauung des Dorfzentrums in Recherswil (Archiv)

Spatenstich für den ersten Teil der Überbauung des Dorfzentrums in Recherswil (Archiv)

Isabel Mäder

Selbst vom Dauerregenwetter lassen sich die Recherswiler nicht abschrecken. Die Aktion «Schweiz bewegt» läuft laut Gemeindepräsident Hardy Jäggi sehr gut. Die Organisatoren hoffen, auch bei den weiteren Veranstaltungen gut abzuschneiden.

Sehr gut abgeschnitten hat die Gemeinde-Jahresrechnung 2014, die bei einem Aufwand von 10,5 Mio., einem Ertrag von über 11 Mio. und einem Überschuss von rund 542'000 Franken für Zufriedenheit im Gemeinderat sorgte. Wären da nicht die notwendigen Abschreibungen im Gesamtbetrag von 841'000 Franken läge der Abschluss bei brillanten 1,1 Mio. Überschuss. Einen wichtigen Anteil fürs Konto «Finanzen» leisteten die Steuer- und Gebührenzahlenden mit einem Gesamtertrag von 6,2 Mio. Franken. Dies ist sichtbar an den um 282'000 Franken höheren Einzahlungen von natürlichen Personen inklusive Nachsteuern von 242 000.- im fiskalischen Gesamtbetrag von 5,04 Mio. Franken.

Für ihr gut funktionierendes Mahnwesen wurde die Finanzverwaltung ausdrücklich gelobt. Peter Wüthrich machte als Ressortleiter Finanzen allerdings darauf aufmerksam, dass «einmalige Faktoren» wie etwa der Verkauf des Gemeindelandes im Dorfzentrum mit einem Buchgewinn von 560'000 Franken wesentlich zu diesem erfreulichen Ergebnis beigetragen haben.

An gute Abschlüsse ist man im Dorf mit Blick auf 2013 mit ebenfalls einer halben Million im Plus fast schon gewöhnt. Der Gemeinderat liess sich von Finanzverwalterin Annelise Schütz zusätzlich zu ihrem fast «selbsterklärenden» Begleitbericht Einzelheiten des auf dem neuen Steuersatz von 120 Prozent fussenden Gemeindehaushalts verdeutlichen. Zudem erläuterte sie die teils geringfügigen Abweichungen zwischen Voranschlag und Rechnung.

Etliche Konten erreichten beinahe eine «Ziellandung». Etwa die Soziale Wohlfahrt, deren Kosten in den letzten Jahren bekanntlich stets stark zunahmen, landete, wie der Rat mit Erstaunen vermerkte, sogar um 50'000 Franken günstiger gegenüber dem Voranschlag auf 1,52 Mio. Franken. Geringfügig blieb der Anstieg in den Bildungsausgaben von budgetierten 5,17 zu 5,27 Mio. Franken in der Rechnung. In diesem Konto fliessen die Aufwendungen der Oberstufenkreisschule Gerlafingen, der Musikschule, aller sonderpädagogischen Massnahmen und der gemeinsamen Primarschule samt Kindergarten Recherswil-Obergerlafingen zusammen.

Etwas zugenommen um rund 5 Prozent hat der Personalaufwand, weil den kommunalen Mitarbeitenden ihre Guthaben für Überzeiten und nicht bezogenen Ferien ausbezahlt wurden. Um rund 6 Prozent weniger konnte der Sachaufwand bei 1,2 Mio. Franken verbucht werden. Alle übrigen Aufgabenbereiche liegen im üblichen Rahmen wie etwa der Kostenanteil Spitex Wasseramt, der von (gerundet) 114'000 Franken im Jahr 2013 lediglich auf 116 000 Franken anwuchs.

Die Bruttoinvestitionen umfassten 507 000 Franken, und auch die Spezialfinanzierungen Wasser, Abwasser, Abfall sind erfreulich gepolstert. Recht gut steht Recherswil bei den Finanzkennziffern da, die Auskunft über die finanzielle Leistungsfähigkeit der Gemeinde geben. Langfristige Schulden drücken die Gemeinde gegenwärtig im Umfang von 3,5 Mio. Franken. Als Nettovermögen pro Kopf «besitzt» indes jeder Einwohnende gegenwärtig 1 502.71 Franken.

Mit der Gemeinderechnung genehmigte der Rat auch die Geschäftsordnung der Gemeindeversammlung von Donnerstag, 11. Juni. Zusätzlich zur Rechnungsvorlage wird sich die Versammlung mit der neuen Schulvereinbarung Primarschule Recherswil-Obergerlafingen beschäftigen und im zweiten Teil ein Referat über Photovoltaik hören, gehalten von Mitarbeitenden der Kantonalen Energiefachstelle.