Obergerlafingen

«Nicht ganz so negativ wie budgetiert»

Zu schaffen macht der Gemeinde Obergerlafingen vor allem die nicht beeinflussbaren Kosten der Sozialen Wohlfahrt. (Archivbild)

Zu schaffen macht der Gemeinde Obergerlafingen vor allem die nicht beeinflussbaren Kosten der Sozialen Wohlfahrt. (Archivbild)

Die erste Lesung der Rechnung für 2014 löste im Gemeinderat verhaltene Freude aus. Zu schaffen machen der Gemeinde Obergerlafingen vor allem die nicht beeinflussbaren Kosten der Sozialen Wohlfahrt.

Eine erste Übersicht zeigte, dass der Haushalt 2014 mit einem Aufwand von 4,05 Mio. Franken keine besonderen Überraschungen birgt. Die Steuern mit gesamthaft 3,03 Mio. – statt der budgetierten 2,7 Mio. Franken – seien «solide hereingekommen» und vermittelten der Jahresrechnung auch mit den fast 300'000 Franken Unternehmenssteuern «eine gute Basis», bekräftigte Gemeindepräsident Beat Muralt. Statt der 447'000 Franken Aufwandüberschuss im Voranschlag konnte das Ergebnis auf ein Minus von 233'000 Franken reduziert werden. Auch bei der Durchsicht der Einzelkonten schloss sich der Rat der gemeindepräsidialen Einschätzung an: «Es ist nicht alles so negativ wie budgetiert».

Fatalistisch «äs isch wie’s isch» gab man sich in der Ratsrunde beim Blick auf die nicht beeinflussbaren Kosten der Sozialen Wohlfahrt, die immerhin fast 1 Mio. Franken beansprucht. Allerdings: Freudig vermerkt wurde, dass die regionale Spitex bedeutend besser als im Voranschlag abgeschlossen habe. «Die Organisation hat sich erholt», lautete die gemeinsame Beurteilung. «Prima vista» habe man gespürt, wie es im letzten Jahr gelaufen sei und könne noch offene Fragen bis zum definitiven Abschluss im Mai bereinigen, nahm der Gemeinderat zustimmend Kenntnis. Auch der Gemeindeanteil zur Ausfinanzierung der Kantonalen Pensionskasse ist damit schon letztjährig beglichen worden.

«Gutes Fundament legen»

Die Kreisprimarschule mit ihren beiden Standorten in Recherswil und Obergerlafingen möchte sich elektronisch besser vernetzen. Das Problem besteht darin, dass in der üblichen Internetverbindung die Übertragungsrate viel zu langsam und zu störanfällig verläuft und somit heutigen Anforderungen nicht mehr entspricht. Sind in einem Klassenzimmer beispielsweise mehrere Computer am Netz, falle der Zugang zum Internet aus und erschwere die Arbeit. René Fournier von der IT-spezialisierten Firma alphaTrust in Luterbach stellte im Rat in einem Konzept die nötige Netzwerkinfrastruktur mit einer Erweiterung der bestehenden Kabelinstallation an und zwischen beiden Schulstandorten vor. Die Aufrüstung in Obergerlafingen würde 17'244.25 Franken kosten und damit auch einen Weg für eine breitere Nutzung definierter «User» anbieten.

Die Diskussion ergab, dass im Rat – insbesondere bei Mitglied Stefan Krieg – viel Erfahrung bezüglich zukunftstauglicher Lösungen vorhanden ist. Was hier geplant werde, sei überhaupt kein Luxus, befand er. «Wir wollen ein sicheres Fundament legen, damit unsere Schuljugend für Schulstufenübertritte und ihre weitere Ausbildung gut vorbereitet ist», betonte Stefan Zumbrunn fürs Bildungsressort. Schulleiter Rolf Caccivio beleuchtete die Frage aus pädagogischer Sicht. Immer deutlicher zeichne sich ab, dass Lehrmittel künftig nicht mehr in Papierform, sondern als Apps in den Unterricht eingebaut würden. «Deshalb sollten unsere Schule und unsere Lehrkräfte fit sein für künftige Weiterentwicklungen.» Dem schloss sich der Rat einstimmig an. Die neue Netzwerkinfrastruktur soll in diesem Jahr noch fertig werden.

Unter Ausschluss der Öffentlichkeit informierte zudem Caccivio über schulische Interna. Er teilte anschliessend mit, dass am 22. April in Recherswil ein Informationsabend bezüglich der vorgesehenen Klassenzuteilungen stattfinden soll.

Zwei SBB-Tageskarten

Gemeindeschreiberin Iris Kerschbaum verschaffte dem Rat einen Überblick, wie umliegende Gemeinden Vergabe und Verkauf von SBB-Tageskarten handhaben. Der Rat entschied, zwei Tageskarten für je 40 Franken vom 1. Juni an anzubieten. Um den Aufwand zu mindern, muss die Karte bar bezahlt und bei der örtlichen Firma Rindlisbacher AG abgeholt werden. Die Gemeinde-Webseite mit einem neuen Tool und ein Flyer in alle Haushaltungen geben bald Auskunft über die Reservierung.

Im Weiteren hat der Rat das Konzept für das Gerlafinger Dorffest vom 8. bis 14. Juni gelesen und wünscht zur erfolgreichen Durchführung viel Glück. Notwendig ist diese Bewilligung, weil das Festgelände im Schul- und Sportareal Kirchacker auf Obergerlafinger Gemeindegebiet liegt.

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