Zuchwil

Neun Ladestationen für Elektroautos sind vorgesehen

Hochleistungs-Ladestation für Elektroautos (Archiv)

Hochleistungs-Ladestation für Elektroautos (Archiv)

Baut die Gemeinde Zuchwil bald Elektrotankstellen? Der Gemeinderat hat ein Gesamtkonzept betreffend Elektrotankstellennetz genehmigt.

«An der Elektromobilität wird kein Weg vorbeiführen», betonte Bauverwalter Peter Baumann an der Gemeinderatssitzung und berief sich dabei auch auf den Automobilmarkt. Seit einem Jahr ist die Gemeinde nun daran, ein Gesamtkonzept betreffend Elektrotankstellennetz zu erarbeiten.

Dieses hat der Gemeinderat nun genehmigt. Noch ist allerdings nicht entschieden, welcher Weg gewählt werden soll. Soll die Gemeinde ein Contracting mit ihrem Stromlieferanten, der AEK, eingehen? Oder finanziert und baut die Gemeinde die

Ladestationen selbst?

Als Energiestadt mit soeben erreichtem Gold-Label sei der Bau von Ladestationen einerseits eine grosse Chance, schliesslich möchte man, dass auch das Gemeindepersonal – etwa die Spitex – mit energiefreundlicheren Fahrzeugen arbeite. Andererseits merkten einige Ratsmitglieder an, dass man sich gut überlegen müsse, ob es zu den Aufgaben der Gemeinde gehöre, auf öffentlichem Raum Ladestationen zu errichten und so viel Geld für diese Infrastruktur auszugeben. Dieses Argument würde eher für die Variante Contracting sprechen.
Im Gesamtkonzept sind neun Standorte mit je zwei Ladestationen vorgesehen, verteilt auf gemeindeeigenem Land im ganzen Gebiet.

Gemeinsam mit der AEK hat die Einwohnergemeinde Orte ausgesucht, bei denen keine langen Anschlussleitungen gezogen werden müssen und somit weniger Kosten anfallen. Gemeindeverwaltung, Spitex, Sportzentrum, Schulhäuser, KIJUZU und Werkhof kämen dabei in- frage – allerdings muss jede Ladestation im Budgetverfahren einzeln von der Behörde genehmigt werden und unterliegt dem Baubewilligungsverfahren. Die erste Ladestation soll bei der Gemeindeverwaltung entstehen und ist im Budget 2017 mit einem Betrag von 45 000 Franken enthalten.

Auf Wunsch des Gemeinderates soll dieses Geschäft weiterhin im Rat, nicht in der GRK, behandelt werden. Die Gesamtkosten fliessen deshalb in den Finanzplan ein und sollen dort abgebildet werden.

Zunehmende Schülerzahlen

«Die Anzahl Schülerinnen und Schüler Zuchwils nimmt zu», unterstrich Schuldirektor Stefan Hug in seinem Rechenschaftsbericht, den er gemeinsam mit den Schulleitenden vorstellte. Aufgrund dieser Entwicklung wurde ein weiterer Kindergarten am Amselweg eröffnet, die Schulen Zuchwil führen nun neun Kindergärten. «In der Schule reichen vier Parallelzüge momentan noch aus», erklärte Hug. Sollten die Zahlen aber langfristig so hoch bleiben, müsste allenfalls eine fünfte Parallelklasse geschaffen werden. Während der Jahrgangsdurchschnitt meist bei etwa 70 Kindern gelegen habe, werden demnächst Jahrgänge mit 80 bis 100 Kindern eingeschult.

Zugenommen habe auch der Anteil der fremdsprachigen Kinder, er betrage momentan 70 Prozent. «Bei uns im Pisoni sind 24 Sprachen vertreten. Diese Vielfalt schätze ich sehr», so Schulleiterin Jacqueline Kaser. Sehr positiv seien die Auswirkungen des Vorkindergartens und der Kinderkrippe des KIJUZU, so der Schuldirektor. «95 Prozent aller Kinder, die in den Kindergarten eintreten, können Deutsch», so Hug. Das sei eine massive Verbesserung. Vor einigen Jahren, als es das KIJUZU noch nicht gab, habe mehr als die Hälfte aller Kinder beim Kindergartenstart noch kein Deutsch gesprochen.

Neue Stabsstelle geschaffen

Der Gemeinderat hat ausserdem mit deutlicher Mehrheit beschlossen, zur Entlastung der Funktion des Gemeindepräsidenten eine 40%-Stabsstelle mit HR-Funktion (Human Resource) zu schaffen. Diese Stabsstelle wird der Abteilung Finanzen angegliedert und unterstellt. Zu den Aufgaben gehören hauptsächlich strategische Personalaufgaben. Die Schaffung dieser Stelle ist Teil der überarbeiteten Dienst- und Gehaltsordnung, die demnächst im Rat besprochen wird.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1