Langendorf
Neues Leben im Pfarrhaus: Nach Ostern ziehen Flüchtlinge ein

Syrische Flüchtlinge sowie eine Mutter und Tochter aus Afghanistan ziehen nach Ostern in das leerstehende Pfarrhaus in Langendorf ein.

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Nach Ostern ziehen Flüchtlinge in die seit längerem leerstehenden Wohnungen.

Nach Ostern ziehen Flüchtlinge in die seit längerem leerstehenden Wohnungen.

Oliver Menge

Bald schon kommt wieder Leben in das reformierte Pfarrhaus in Langendorf. Nach Ostern ziehen eine syrische Flüchtlingsfamilie sowie eine afghanische Mutter mit ihrer Tochter in die beiden seit letztem Sommer leerstehenden Wohnungen ein. Beide Familien wohnen schon längere Zeit in Langendorf und sind integriert.

Der Kirchgemeinderat der reformierten Kirchgemeinde Solothurn beschäftigt sich seit knapp zwei Jahren mit der Flüchtlingsproblematik in der Schweiz. Jetzt hat er auf die Frage «Wie können wir helfen?», und auch auf die Aufrufe der Kirchen, sich zu engagieren, reagiert.

Er hat beschlossen, das leerstehende Pfarrhaus beim ökumenischen Kirchenzentrum an die Sozialregion Mittlerer und Unterer Leberberg zu vermieten. Einziehen werden eine achtköpfige syrische Familie und eine Mutter mit ihrer Tochter aus Afghanistan.

Kinder sind integriert

«Wir sind froh, das Pfarrhaus in dieser Art und Weise vermieten zu können. Die Familien müssen ihren Wohnort nicht wechseln, die Kinder können an der angestammten Schule bleiben», sagt Barbara Fankhauser, Präsidentin des Kirchgemeinderats. Für die Langendörfer

Bevölkerung ändere sich nichts.

Beide Familien leben bereits seit mehreren Jahren in Langendorf, die Kinder sind im Dorf eingeschult und integriert. Die beiden Frauen lernen Deutsch, der Vater der syrischen Familie arbeitet. «Die beiden Familien werden von der Sozialregion eng betreut, was wir sehr begrüssen», so Fankhauser.

Günstiger Wohnraum gesucht

Angela Sauser, die Asylkoordinatorin der Sozialregion Mittlerer und Unterer Leberberg, freut sich darüber, zwei Wohnungen anmieten zu können. «Wir sind immer auf der Suche nach erschwinglichem Wohnraum. Insbesondere für grössere Familien ist dies nicht so einfach.»

Die Asylsuchenden schliefen oft zu zweit oder zu dritt in einem Zimmer. Nur so könne die Mietzinspauschale des Kantons von durchschnittlich 280 Franken pro asylsuchender Person eingehalten werden. (mgt)