An der diesjährigen Eieraufleset gab es zwei Neuerungen. Die organisierende Schützengesellschaft Kyburg forderte die anwesenden Kinder dazu auf, die gekochten Eier zu bemalen und dekorieren, bevor sie für den traditionellen Osterbrauch ausgelegt werden. Damit wurden erstmals keine rohe Eier aufgelesen. Und nach dem Eieraufleset wurde eine Eiertütschete veranstaltet. Zwei Jungschützen, «Frühling» und «Winter», gingen auf die Reise.

Der «Frühling» hatte beim Schloss Buchegg die 80 Eier einzusammeln, die im Abstand von zirka einem halben Meter ausgelegt wurden. Dabei musste er für jedes Ei eine Runde um die ausgelegten Eier laufen. Mit jedem eingesammelten Ei verkürzte sich seine Wegstrecke. Gleichzeitig absolvierte der «Winter» eine Laufrunde bis zur «Chesslerschmitte» (einem kleinen Weiler bei Mühledorf): Beim vorgegebenen Wendepunkt durfte er umkehren und wieder zum Schlossgraben zurückkehren.

Die Legende besagt, dass der Ausgang des Eieraufleset, das Wetter für die nächsten Wochen bestimmt. Brauch ist es aber, dass der Sieger dem anderen hilft, indem er entweder ebenfalls Eier aufliest oder dem Kontrahenten entgegenläuft und ihn zum Schloss begleitet.

Besucher aus nah und fern besuchten den traditionellen Anlass und verbrachten einen geselligen Nachmittag mit Zwirbeln und beim Anfeuern der beiden Jungschützen. (uby)