Diese schliesst mit einem Aufwandüberschuss von 146 523 Franken und die Investitionsrechnung mit einer Nettoinvestition von 886 979 Franken.

Der neue Finanzausgleich tritt per 1. Januar 2016 in Kraft und verschlechtert das Budget massiv. Obwohl sich der Beitrag vom Finanzausgleich auf 327 300 Franken beläuft (bedeutend höher als in den Vorjahren), fallen die Kantonsbeiträge Primarschule und Kreisschule gering aus. Unter dem Strich sind das rund 106 560 Franken weniger Kantonsbeiträge als bisher.

«Dieser Unterschied ist für unsere kleine Gemeinde gross», resümiert Thomas Beer, Gemeindeverwalter. Er erinnert die Gemeinde, dass dies mit dem Referendum hätte verhindert werden können. Der Kanton habe klar informiert, weshalb diese Entwicklung absehbar gewesen sei.

Die Kosten der sozialen Wohlfahrt steigen gegenüber dem Vorjahr um 5,44 % und belaufen sich nun auf 25 400 Franken. Beer erklärt: «Die meisten Beiträge übernehmen wir vom Kanton oder der Sozialregion. Da haben wir nicht viel zu sagen.» Dies sei nun etwa 18% des Gesamtaufwandes, vor zehn Jahren seien dies nur etwa 7% gewesen.

Auch die Nettokosten im Bildungsbereich liegen um 194 000 Franken höher als im Vorjahr. Die Differenz entsteht, da die rsaw-Vereinbarung noch nicht überarbeitet wurde. «Wir müssen uns mit den Gemeinderäten zusammensetzen, damit klar wird, wie künftig gerechnet werden soll», so Beer. Die Vereinbarung werde dann Rückwirkend ab 1. Januar 2016 in Kraft gesetzt.

Die hohen Beträge, welche für externe Beratung im Bauwesen budgetiert wurden, erklärt Renate Kämpf, Baukommission, mit vielen Baugesuchen, die von Fachleuten geprüft werden mussten. Jeannette Baumgartner-Roth, Gemeindepräsidentin, informiert über weitere Massnahmen: «Wir haben eine Sonderkommission gebildet, die prüft, welche Aufgaben von der Baukommission übernommen werden können. Alle anderen Aufgaben werden als externe Stelle ausgeschrieben und vertraglich festgelegt.»

Gebührenreglement und Kredit einstimmig genehmigt

Gemäss dem neuen Wirtschafts- und Arbeitsgesetzt vom Kanton Solothurn wird künftig die Einwohnergemeinde für die Anlassbewilligung zuständig sein. Der Verwaltungsaufwand wird kostendeckend verrechnet. «Das Bewilligungsgesuch und ein Merkblatt werden auf der Bolkner Hompage aufgeschaltet», so Baumgartner.

Das neue Gebührenreglement wurde einstimmig angenommen. Auch der Kredit für die zweite Etappe der Belagssanierung mit Gehwegausbau in der Aeschistrasse, ab Dorfstrasse bis Knoten Etziken-/Inkwilerstrasse, wurde einstimmig genehmigt. Die Planung vom Amt für Verkehr und Tiefbau sagt eine Kostenschätzung von 825 000 Franken voraus. Der genehmigte Gemeindeanteil für die Investitionsrechnung beläuft sich auf 275 100 Franken.