Zurzeit wird der Siggerndurchlass auf der Höhe des Feuerwehmagazines saniert. Für die Sanierung gibt es drei Gründe, wie Urs Kurth (Projektleiter Kunstbauten, Amt für Verkehr und Tiefbau) erklärt. «Die Tragfähigkeit der bestehenden Brücke war nicht mehr gewährleistet», so Kurth zum Hauptgrund. Die Normen, die beim Bau vor rund 50 Jahren richtig waren, seien mit den heutigen, viel schwereren Fahrzeugen, ungenügend.

Nach der Sanierung können 40-Tönner den Bereich wieder problemlos passieren. Als Zweites soll mit der Sanierung auch die Verkehrssicherheit verbessert werden. Der Fussgängerstreifen auf der Höhe des Feuerwehrmagazines wurden von den kantonalen Behörden wegverfügt. «Die Fussgänger wähnten sich dort in einer falschen Sicherheit. Aber die Sichtweiten waren wegen der Topografie nicht gewährleistet.»

Bisher galt zudem bei der Einfahrt von der Grüngli- in die Hauptstrasse Rechtsvortritt. Nach der Sanierung wird «kein Vortritt» signalisiert. Auch damit soll die Situation verbessert werden. Zudem wird die Linienführung der Strasse leicht angepasst. Der alte Teil des Bachdurchlasses wird abgerissen und die obere Einfahrt zum Feuerwehrmagazin im Vergleich zu heute um rund zehn Meter gegen Süden verlegt.

Als Letztes wird die Bachsohle der Siggern in einem Bereich von rund fünfzig Metern renaturiert. Der Bachdurchlass wird nicht komplett erneuert, denn die Wände sind laut Kurth in gutem Zustand und werden lokal instandgesetzt. «Nur die Decke musste abgebrochen werden.» Neben der Tatsache, dass die Tragfähigkeit nicht mehr gegeben war, war die Brücke auch nicht abgedichtet. Salz und Chlorid hat sich durch den Beton gefressen und die Armierung angegriffen «Das sind Schäden, die von aussen nicht sichtbar sind.»

Die Kapazität des Durchlasses bei grossen Wassermengen sei hingegen kein Problem, wie Kurth bestätigt. An Pfingsten haben die Wassermengen trotzdem Probleme gemacht. Am Dienstagmorgen war die Baugrube gefüllt.