Buchegg
Neuer Anlauf für Ausbau der Schreinerei Berger

In Bibern kommt der neue Gestaltungsplan Schreinerei Berger, Goltern in die Mitwirkung. Der Baustopp könnte aufgehoben werden.

Urs Byland
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Baustopp: Rechts ist die nicht fertiggestellte Lagerhalle der Schreinerei Berger zu erkennen.

Baustopp: Rechts ist die nicht fertiggestellte Lagerhalle der Schreinerei Berger zu erkennen.

Urs Byland

In Bibern plant die Schreinerei Berger einen Ausbau. Auf dem betreffenden Grundstück wird seit Jahrzehnten eine Schreinerei betrieben. 1992 und 2005 wurde jeweils ein Gestaltungsplan zum Grundstück erarbeitet. Die letzte Überarbeitung sei aber bereits wieder überholt und in Bezug auf die baulichen Anforderungen zu restriktiv, begründen die Besitzer der Schreinerei Berger. Deshalb soll der bestehende Gestaltungsplan Schreinerei Berger, Goltern mit Sonderbauvorschriften durch einen neuen Gestaltungsplan ersetzt werden.

Wer heute das Areal der Schreinerei betrachtet, dem fällt das nicht fertiggestellte Nebengebäude auf. Dazu gab es einen lange Auseinandersetzung, die mit einem vorläufigen Baustopp endete. Im Anschluss an die regierungsrätliche Genehmigung des Gestaltungsplanes im Jahr 2005 stellte die Schreinerei Berger 2008 ein Baugesuch für eine Lagerhalle und ein Jahr später ein nachträgliches Baugesuch für deren Unterkellerung. Die Gemeinde verfügte kurz darauf einen sofortigen Baustopp, weil die Lagerhalle nicht dem Gestaltungsplan entspreche. Anfangs 2010 bestätigte der Kanton den Baustopp und forderte ein neues Baugesuch, welches dem Gestaltungsplan entspricht.

Optimierung, keine Erweiterung

Nun kommen die Wünsche der Schreinerei Berger in Bezug auf bauliche Veränderung und Weiterentwicklung des Betriebes in einem neuen Gestaltungsplan zum Ausdruck. Es gehe nicht um eine Erweiterung, sondern in erster Linie um eine Optimierung der Betriebsabläufe und der Platzverhältnisse. Arbeitet heute die Schreinerei mit fünf Angestellten, sollen es künftig voraussichtlich deren sieben sein.

Der bisherige Gestaltungsplan sieht drei Baufelder vor. Das Hauptgebäude auf dem Baufeld A entspricht dem Plan. Vom neuen Gebäude auf dem Baufeld B steht aufgrund des Baustopps nur das Erdgeschoss. Baufeld C verbindet die Baufelder A und B und könnte mit einem eingeschossigen Bau gefüllt werden. Aktuell ist das Baufeld C eine offene Fläche.

Diverse Anpassungen

Mit dem neuen Gestaltungsplan soll auf der Nordseite der drei Baufelder ein durchgehendes Terrain ermöglicht werden. Dazu wird das Terrain der Baufelder B und C um maximal 1,2 Meter angehoben werden. Die Decke des bestehenden Erdgeschosses von Baufeld B wird ebenfalls um 1,2 Meter angehoben.

Die Planung sieht eine Abweichung von den Zonenvorschriften des neuen Zonenreglements der Gemeinde Buchegg vor, welche über die Sonderbauvorschriften geregelt werden sollen. Statt einer maximalen Gebäudelänge von 40 sollen bei der Schreinerei Berger 65 Meter erlaubt sein. Die Höhe liegt ein Meter über den Vorschriften und die Grünflächenziffer hat anstelle von 0,25 einen Wert von 0,15.

Vorschriften zur Bedachung des Baufeldes B, zur Fassadengestaltung und zu den Bäumen ergänzen den Gestaltungsplan, dies auch, weil der Ausbau einen gewissen Einfluss auf das Orts- und Landschaftsbild haben wird, so der Text im Raumplanungsbericht.

Mitwirkungsphase

Der Gemeinderat hat den Gestaltungsplan positiv beantwortet, mit einer gewünschten Änderung: Die Zufahrtsstrasse soll mindestens 4 Meter breit sein und die erforderlichen Kurvenradien aufweisen.

Zum neuen Plan läuft aktuell bis 9. Juni eine Mitwirkung. Zwei Tage zuvor können interessierte Einwohnerinnen und Einwohner an einer Sprechstunde auf der Gemeindeverwaltung in Mühledorf Fragen zum Vorhaben an Behörden und Planer richten.