Neue Stelle
Die Einheitsgemeinde Kriegstetten hat neu einen «Waldbeauftragten»

Der Gemeinderat Kriegstetten passte Reglemente an die neue Situation an und schuf eine neue Stelle.

Gundi Klemm
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Kriegstetten hat neu einen Waldbeauftragten.

Kriegstetten hat neu einen Waldbeauftragten.

Rahel Meier

Nach der Fusion von Bürgergemeinde und Einwohnergemeinde zur Einheitsgemeinde «Gemeinde Kriegstetten» war einiges im Gemeinderat zu erledigen. Gemeindepräsident Simon Wiedmer hatte bereits Vorarbeit geleistet. An der Ratssitzung beugten sich Gemeinderätinnen und Gemeinderäte über seine Anträge zur inhaltlichen und redaktionellen Veränderung der Reglemente, die nun, geschlechtsneutral formuliert, der neuen gemeinsamen Rechtsform entsprechen.

Zurückgestellt wurde im Rat vorerst das Steuerreglement, das allerdings dem Kanton schon zur Vorprüfung vorliegt. Dessen Totalrevision soll allerdings bis zum Jahresbeginn 2022 Gültigkeit erlangen.

In der Gemeindeordnung (GO) ist festgehalten, welche Aufgaben die neue Einheitsgemeinde von der Bürgergemeinde übernimmt. Der Gemeinderat und nicht mehr die Gemeindeversammlung ist künftig zuständig für alle Fragen der Einbürgerung, wie in einem separaten Reglement detailliert mit allen Vorgaben gemäss Bund und Kanton, der erleichterten Einbürgerung und allen, nur die Verfahrenskosten deckenden Gebühren aufgelistet ist.

Neue Stelle eines Waldbeauftragten

Ein Ziel der Fusionsgemeinde ist die «naturnahe Bewirtschaftung» der Wälder. Dafür schuf der Gemeinderat mit dem oder der «Waldbeauftragten» eine neue Stelle, die Status und Entschädigung erhält wie das Amt der Friedensrichterin oder des Friedensrichters und das Inventurbeamtenamt. Budget und Jahresrechnung werden neben den Spezialfinanzierungen Abwasser, Wasser und Abfall mit einem vierten Konto «Wald» ergänzt. Einverstanden war der Rat mit der Dienst- und Gehaltsordnung und dem teilrevidierten Gebührenreglement.

Alle für die Gemeindeversammlung einstimmig verabschiedeten Reglemente können dort dann vom Stimmbürger beurteilt und «abgesegnet» werden. Gestützt auf Übergangsbestimmungen führt der Gemeinderat der Einwohnergemeinde alle Amtsgeschäfte der Einheitsgemeinde in dieser Legislatur bis 2025.

Noch bis 31. Oktober findet die Anhörung der Gemeinden zur kantonalen Richtplananpassung statt. Das Kantonale Amt für Umwelt fragt darin nach bestehenden und künftigen Trinkwassernutzungen, um das Grundwasserangebot langfristig zu sichern.

Die Ratsmitglieder stimmten mit dem Gemeindepräsidenten in allen Fragen auch betreffend Schutzareale überein und begrüssten insbesondere die neue Zuordnung des Kriegstetter Bolackers (Areal zwischen Siedlungsgebiet und Autobahn). Dieses jetzt noch landwirtschaftlich genutzte Gelände könnte künftig als Gewerbegebiet eingezont werden. «Nach Möglichkeit wollen wir hier aber auf Logistikbetriebe verzichten», so Wiedmer.

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