Subingen

Neue Produktionsstätte soll Kapazität für kommende Aufträge schaffen

Die Bauherren (v. l.): Willy Stampfli, pensionierter Unternehmer, Jacqueline Stampfli, seine Ehefrau, Pascal Stampfli, der Enkelsohn, Gabrielle Stampfli, Tochter und Geschäftsführerin der Stampfli-Immobilien-Gesellschaft. Die Kunden (v.l): Ulrich Stebler, Leiter Produktion Fahrni Fassadensysteme AG, Pascal Schwarz, CEO Fahrni Fassadensysteme AG, und Marc Fournier, CFO Fahrni Fassadensysteme AG.

Die Bauherren (v. l.): Willy Stampfli, pensionierter Unternehmer, Jacqueline Stampfli, seine Ehefrau, Pascal Stampfli, der Enkelsohn, Gabrielle Stampfli, Tochter und Geschäftsführerin der Stampfli-Immobilien-Gesellschaft. Die Kunden (v.l): Ulrich Stebler, Leiter Produktion Fahrni Fassadensysteme AG, Pascal Schwarz, CEO Fahrni Fassadensysteme AG, und Marc Fournier, CFO Fahrni Fassadensysteme AG.

Die Berner Fahrni Fassadensysteme AG kann ihre Aufträge an ihrem Hauptsitz in Lyss und an Zweigstellen nicht mehr bewältigen. Jetzt lässt die Firma in Subingen ein zweites Standbein bauen.

«Wieso baue ich als 80-Jähriger noch ein Gewerbezentrum?» Diese Frage
beantwortete der pensionierte Willy Stampfli am Mittwoch beim Spatenstich zum Neubau der Fahrni Fassadensysteme AG. Er ist mit der Stampfli-Immobilien-Gesellschaft Bauherr dieses Projekts. Damit baut die Immobilienfirma einen Neubau für einen ehemaligen Fusionspartner.

Die Fahrni Fassadensysteme AG wurde 1923 als Einzelfirma in Lyss gegründet. 1933 entstand die Schlosserei Stampfli in Luterbach, die später von Willy Stampfli geführt wurde. Aus Platzgründen zog die Firma 1966 Jahre später nach Subingen um. 2000 fusionierten sie mit der Fahrni AG. Gleichzeitig gründete der pensionierte Unternehmer die Stampfli-Immobilien-Gesellschaft. Und heute baut er ein neues Gewerbezentrum für die Fahrni AG.

Platz für Grossaufträge

Bis zu seiner Pension sei er Auftragnehmer gewesen, berichtete Willy Stampfli vor dem Spatenstich. «Jetzt bin ich Auftraggeber.» Danach dankte er der Geschäftsleitung der Fahrni AG, dass sie zum Spatenstich erschienen waren. CEO Pascal Schwarz konterte: «Danke, dass ihr für uns baut!».

Das sei notwendig, weil seine Firma letzten Herbst einige Grossaufträge erhalten habe. Dafür gebe es zu wenig Platz im Hauptsitz in Lyss, wo rund 90 Mitarbeiter beschäftigt sind. In zwei Zweigstellen in Basel und Zürich arbeiten je acht Angestellte, in einem Büro in London drei. Um Kapazität für kommende Aufträge zu schaffen, soll also in Subingen eine neue Produktionsstätte entstehen. Dort sollen zwischen fünf und fünfzehn Mitarbeiter beschäftigt werden.

Der Neubau dient als Lager- und Produktionsraum für Fassadenelemente, sowie Glasverklebungen. «Das ist eine langfristige Investition», erklärt CEO Pascal Schwarz. Der Platz in Lyss sei zu knapp, deshalb habe man bereits Lagerräume gemietet, um Material unterzubringen. Mit dem Neubau in Subingen wird das nicht mehr nötig sein. Die neue Halle erfülle denselben Zweck wie die bisherigen Räumlichkeiten, «einfach auf doppelter Fläche».

Noch kein Solothurner Auftrag

An den Vertreter der kantonalen Wirtschaftsförderung gerichtet meinte Willy Stampfli: «Der Kanton kann stolz darauf sein, dass eine Berner Firma ein Standbein in Solothurn hat.» Wenn es jetzt noch Aufträge vom Kanton gebe, sei das umso besser, meinte er, und sorgte für Gelächter. Der Geschäftsleiter der Fahrni AG fügte mit einem Augenzwinkern hinzu: «In Solothurn haben wir bisher fast keine Aufträge, aber wir sind ja flexibel.»

Schliesslich ergriff auch Gemeindepräsident Hans Ruedi Ingold das Wort. Er gratuliere Willy Stampfli zu seinem Unternehmensgeist. Man kenne ihn als innovativen und kantigen Mann. Das sei unter anderem auch der Grund, wieso das Geschäft so schnell abgewickelt wurde. «Wir haben das Baugesuch nicht umsonst so schnell abgewickelt», erklärte Ingold schmunzelnd. «Willy Stampfli kann auch mit 80 Jahren noch ordentlich Druck ausüben.»

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