Im kleinen Kreis weihte gestern die Gemeinde Zuchwil die erste gemeindeeigene Elektroenergie-Hochleistungs-Ladestation für Elektroautos ein. «Das Konzept sieht insgesamt neun Ladestationen auf Gemeindegebiet vor», erklärte Gemeindepräsident Stefan Hug in seiner Rede, was mit nicht unerheblichen Kosten für die Gemeinde verbunden ist. Der Bau der Ladestation auf der Rückseite der Gemeindeverwaltung kostete 30 000 Franken. «Ab sofort kann man hier nicht nur eine Baubewilligung holen, sondern auch noch die notwendige Energie dafür», meinte Hug ironisch.

Bruno Ziegler vom gleichnamigen Elektrounternehmen, das zur AEK AG gehört, wies darauf hin, dass alle Ladestationen auf Parkplätzen in der Blauen Zone installiert werden sollen, sodass alle Zuchwilerinnen und Zuchwiler mit Elektroautos davon profitieren können.

Peter Baumann, Leiter der Abteilung Bau und Planung, lobte in seinen Worten die Politik, die die vielen umweltfreundlichen Anliegen der Verwaltung und der Energiestadtkoordinatorin Doris Häfliger meistens unterstütze. Mit den vorgesehenen neun Ladestation wird die Gemeinde Zuchwil im Label Energiestadt Gold weitere wichtige Punkte sammeln können. «Entscheidend ist zudem, dass der hier abgezapfte Strom aus erneuerbaren Quellen stammt», ergänzte Hug.

9 Franken für 100 Kilometer

Zur Ladestation gehören zwei Parkplätze, die breiter (2,7 Meter) sind als die Norm (2,4 Meter). Die Ladesäule ist mit zwei Anschlüssen ausgestattet. In vier Stunden könnte ein Fahrzeug komplett mit Elektroenergie vollgetankt werden. Die getankte Menge Elektroenergie für eine Fahrstrecke von 100 Kilometern kostet zirka 9 Franken. Der Strom ist also nicht mehr gratis wie bei Ladestationen der Elektroautomarke Tesla, aber im Vergleich mit den Kraftstoffkosten für Diesel oder Benzin betriebene Fahrzeuge einiges günstiger. Hinzu kommt pro Tankvorgang eine Gebühr von einem Franken für die Infrastrukturaufbaukosten des Stromlieferanten AEK AG. Bezahlt werden kann mit dem Handy oder mit einer Tankkarte.