Bibern
Neue Kühlräume fürs Gemüse – und erst noch doppelstöckig

Auf dem Bauernhof der Familie Müller in Bibern ist ein zweistöckiger Bau mit Kühlräumen entstanden. Am Samstag ist Tag der offenen Tür mit Führungen durch den Landwirtschaftsbetrieb.

Agnes Portmann-Leupi
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Niklaus (links) und Hans-Ulrich Müller haben gut lachen – der Neubau für die Kühlräume ist fertig.

Niklaus (links) und Hans-Ulrich Müller haben gut lachen – der Neubau für die Kühlräume ist fertig.

Agnes Portmann-Leupi

Der Neubau neben dem Bauernhof an der Goltern ist beeindruckend. Der zweistöckige Bau bietet Platz für Kühlräume, Maschinen sowie fürs Rüsten und Packen der Bio-Gemüse. Rund 200 Paletten fasst jeder der drei Kühlräume. Darin lagern die verschiedensten Gemüsearten, die unter anderem für die Hauslieferungen des im letzten Jahr eingeführten Gemüse-Abos dienen – mittlerweile sind es über 300.

Der Strom für die Kühlräume kommt vom Solardach, installiert und betrieben von der Firma «OptimaSolar», Solothurn, welches eine Jahresleistung von rund 75'000 kWh liefert. Das Gebäude wurde in den Hang hineingebaut, was unten wie oben eine direkte Zufahrt ermöglicht. «Bewusst haben wir doppelstöckig gebaut, um Kulturland zu schützen», sagt Junior Niklaus Müller, Chef des Gemüseanbaus. Rund 2 Millionen Gemüsesetzlinge werden auf dem 30 Hektaren grossen Betrieb pro Jahr in den Boden gesteckt. Dies neben Kartoffeln, Randen und Beeren.

Geschicklichkeitstest mit Traktor

Am kommenden Samstag können Interessierte das Gebäude besichtigen. Zu erfahren und zu geniessen gibt es auf dem Biohof noch vieles mehr. Wie etwa sieht es im Boden aus, wenn Setzlinge Wurzeln schlagen? Zur Beobachtung dafür dürfen die Besucher in eine dafür ausgehobene Grube steigen. Die Schädlingsbekämpfung verdeutlicht der drei Meter breite spezielle Blühstreifen zwischen den Gemüsefeldern.

Die durch die Blütenpflanzen gestärkten Nützlinge – Schlupfwespen, Schwebefliegen, Florfliegen – machen sich auf die Schädlingsjagd im Kohlanbau. Auf dem Hof sind im Atelier von Patricia Müller die kunstvollen, handgeschöpften Papierkreationen zu bestaunen. Für die Herstellung verwendet sie unter anderem die Fasern von Spargel- und Artischockenresten.

Beherzte dürfen sich zudem eigens auf einen Traktor setzen und sich im Slalomfahren üben oder auf einer Wippe balancieren. Spielzeugtraktoren stehen für die Kinder bereit. Am grossen Grill können die Besucher die auf dem Hof zu kaufenden Spiesse braten und sich dazu am Salatbuffet bedienen. Die Erdbeertörtchen zum Dessert sind spätestens nach dem slowUp in der Region bestens bekannt.

Tag der offenen Tür auf dem Bio-Gemüse-Betrieb Müller, an der Goltern 20, Samstag, 17. Juni von 10 bis 18 Uhr. Führungen um 11, 13, 15 und 17 Uhr.