Lommiswil

Neue «Kompaktfasnacht» stiess auf positives Echo

Der würdevolle «Ab-Gesang» der «Wöschwyber» stiess auf grosse Zustimmung.

Der würdevolle «Ab-Gesang» der «Wöschwyber» stiess auf grosse Zustimmung.

Mit ihrem letzten Auftritt sorgte die letzte noch existierende Schnitzelbankgligge, die Wöschwyber, für einen gelungenen Abschluss der Lommiswiler Fasnacht.

Am 4.4.14 erkoren die Lommiswiler Fasnächtler «Chunsch au i Dschungu?» zum Motto der Fasnacht. Was sie damals noch nicht ahnten: Das Motto erfüllte sich auf eine nicht gedachte Art. Denn schon im Spätsommer zeichnete sich ab, dass die Fasnacht ihr Herz in der Form der beiden Gliggen verlieren würde. So schrumpften die Mischtchratzerli auf einmal zur Einzelmaske und auch die Wöschwyber zeigten Auflösungstendenzen.

Doch die verbliebenen letzten Mohikaner wollten sich nach über 40 Jahren nicht einfach so (im wahrsten Sinn) sang- und klanglos verabschieden. Und so kreierten sie die neue «Kompaktfasnacht». Abgesehen von der Chesslete konzentrierte sie sich auf den Samstag mit dem traditionellen Kinderumzug. Dass sich das Wetter dabei trotz anderslautenden Prognosen von der schönsten Seite zeigte, hat in Lommiswil Tradition. Irgendwie scheint der Ober Ober einen Draht zu Petrus zu haben, von dem auch die andern Ortschaften in der Region profitierten.

Die Wöschwyber wollten ursprünglich zur neuen Fasnachtsparty vom Samstag nur ein paar Bänke beisteuern, dichteten sich dann aber so ins Feuer, dass daraus ein würdiges Abschiedsprogramm wurde. Dessen Abschluss machte eine Bank nach der Melodie von «Zehn kleine Negerlein», bei der am Schluss nur noch der einsame Gitarrist «Henriette» im Lammsäli stand. Und kurz darauf wurde aus «Henriette» die Hälfte des neuen Lommiswiler Traumduos «Dschungelboys» mit der einheimischen Stimmungskanone DJ JoHo. Sie sorgten mit Lommiswiler Fasnachtsliedern und populären Songs dafür, dass keine Trauerstimmung aufkam. Und auch der Auftritt der Selzacher «Schnabuwetzer» liess das voll besetzte «Lamm» erbeben.

Ob die traditionelle (und öffentliche!) Beerdigung am Aschermittwoch wirklich die allerletzte der Lommiswiler Fasnacht sein wird, entscheidet sich an der Schlusssitzung vom 18. März.

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