Erschliessungsstrasse
Neue Buslinie in Bellach Ost ist ab sofort in Betrieb

Die Erschliessungsstrasse in Bellach Ost wurde auf Termin fertiggestellt und kann nun von Bussen im öffentlichen Verkehr befahren werden.

Urs Byland
Drucken
Teilen
Der Bus war gestern erstmals auf der brandneuen Erschliessungsstrasse unterwegs.

Der Bus war gestern erstmals auf der brandneuen Erschliessungsstrasse unterwegs.

Thomas Ulrich

Gestern rollten die ersten Busse über die neue Erschliessungstrasse zwischen dem Franziskanerkreisel und dem Bahnhof Bellach. Damit haben die Behörden unter grossem Zeitdruck eine Vorgabe erfüllt, die dem Kanton einiges Geld einbringt. Warum drängte die Zeit? Der Kanton will noch einige Millionen beim Bund abholen für die Verschiebung des Bahnhofs in Bellach.

Neue Haltestellen

Mit der verlängerten Buslinie 2 wird nicht nur der neue Bahnhof in Bellach mit dem Bus erschlossen. Auch an der Marktstrasse in Bellach, an der Bellacherstrasse in Langendorf und bei der Kirche in Lommiswil gibt es neue Bushaltestellen.

Von Montag bis Samstag verkehren die Busse abwechselnd ab/bis Lommiswil Kirche und Langendorf Chutz. Abends nach 20 Uhr, sowie an Sonn- und Feiertagen, verkehren die Busse von Solothurn herkommend nur bis Bellach Hubel.

Mit der verlängerten Buslinie ist es möglich, mit dem Regionalzug nach Grenchen Süd und Biel oder nach Solothurn und Olten weiterzufahren. (rm)

Diese Verschiebung gilt im Agglomerationsprogramm erster Generation aber erst als vollendet, wenn «der neue Bahnhof innert zwei Jahren besser an das Busnetz angeschlossen wird», wie der Kanton 2014 schrieb. Dazu brauchte es die Erschliessungsstrasse, die von der Quartierstrasse beim Grederhof (Marktstrasse) zum Franziskanerkreisel führt. Für eine Erschliessungsstrasse musste aber das damals als Reservezone eingestufte Bellach Ost eingezont werden, was auch gelang.

Deckbelag fehlt noch

Das die neue Erschliessungsstrasse halten wird, hätten schon erste Probefahrten in der letzten Woche gezeigt, wie Bellachs neuer Bauverwalter Jürg Vifian erklärt. «Die Strasse haben wir innert drei Monaten gebaut, inklusive Leitungen für Abwasser, Wasser und Fernsehkabel. Dazugehören auch zwei Bushaltestellen.» Noch fehle aber der Deckbelag, welcher im Verlauf des nächsten Jahres aufgetragen wird. Und auch die Signalisation ist noch nicht definitiv. Die neue Gemeindestrasse darf von Bussen und landwirtschaftlichen Fahrzeugen befahren werden. Für den motorisierten Individualverkehr gilt ein Fahrverbot.

«Das Hauptproblem war schon der enorme Zeitdruck. Die Landverschreibungen erfolgten erst spät.» Das Gesetz sieht vor, dass Anrainer, die über bebaubares Land verfügen, ihre Grundeigentümerbeiträge bezahlen müssen. Dazu habe eine Einsprache noch nicht abschliessend behandelt werden können. «Die kommt nächstens in den Gemeinderat.» Aber jetzt seien er und etliche weitere Beteiligte erst mal froh, dass die Strasse steht und im ordentlichen Busbetrieb benutzt werden könne.