Das kantonale Amt für Verkehr und Tiefbau hat die BSU-Linien gesamthaft überprüft und Massnahmen erarbeitet. Die Gemeinden können nun Stellung nehmen zum geplanten Buskonzept.

Zwei Massnahmen bringen Derendingen klare Vorteile. So soll einerseits die Linie 1 während der Hauptverkehrszeiten am Morgen und am Abend entlastet werden. Zwei zusätzliche Kurse pro Stunde verdichten den aktuellen 15-Minuten-Takt, sodass zu diesen Zeiten sechs Busse pro Stunde fahren. Der Bus würde in einer Schlaufe via Oelergasse – Hofackerstrasse – Biberiststrasse wenden und auch in Solothurn wieder wenden, um die vollen Busse zwischen Derendingen und Solothurn zu entlasten.

Zudem ist eine neue Linie geplant, die innere Tangentiallinie Wasseramt. Sie soll die Route Gerlafingen-Biberist-Derendingen-Luterbach-Riedholz erschliessen und bietet viele zusätzliche Anschlussmöglichkeiten an den Schienenverkehr. Der Gemeinderat zeigte sich sehr zufrieden mit dem neuen Angebot und will nur kleine Details in die Vernehmlassung eingeben. Beispielsweise möchte man, dass die ersten Busse der Linie 1 sowie 5/7 an Sonntagen zu denselben Zeiten verkehren wie am Samstag.

Unvollständiger Finanzplan

Der Finanzplan 2020 bis 2023 verschafft einen Überblick über die zukünftige Entwicklung des Finanzhaushaltes und die längerfristigen Folgen von geplanten Investitionen. Zu Diskussionen führte zu Beginn, dass einerseits für das Erweiterungsgebäude Feuerwehr und Werkhof, andererseits für den Umbau des Gemeindehauses keine Beträge eingesetzt wurden. Die SP wollte den Finanzplan deshalb ursprünglich zurückweisen, da er nicht vollständig sei.

Markus Zürcher, Präsident der Finanzkommission, erklärte jedoch, aus welchen Gründen diese Beträge nicht aufgenommen wurden – sie würden schliesslich noch gar nicht feststehen. Die vielen Zahlen im Finanzplan hätten sich durch den Planungsprozess ergeben, viele Varianten wurden diskutiert, entschieden habe man aber noch nicht. Ein Finanzplan bedeute nie, dass man zu hundert Prozent richtige Zahlen habe, betonte Zürcher. «Wir haben die bekannte Konstellation abgebildet», so Zürcher. Man könne auch ohne diese rund sieben Millionen eine Einschätzung vornehmen. Trotzdem lieferte Zürcher noch weitere Finanzszenarien ab, welche auch Beträge für Werkhof und Feuerwehr (3,2 Millionen) sowie Verwaltung (1,9 Millionen) enthalten. Markus Baumann, SP, zog den Antrag daraufhin zurück.

Massnahmen nötig?

«Insgesamt bestätigt der Finanzplan im weitesten Sinne die früheren Berechnungen und Prognosen», erklärte Markus Zürcher. Aus Sicht der Finanzkommission seien für das Budget 2019 keine Korrekturen anzubringen. Die Reise führe aber dahin, dass man Fehlbeträge – also Aufwandüberschüsse – haben werde. «Diese werden zum Teil noch durch einmalige Einnahmen aufgefangen, aber man sieht klar, dass sie dann ab 2022 zu Buche schlagen.» Er sei sich aber sicher, dass die Gemeinde den Rank finden würde, gebe es doch bei den Erträgen Spielraum, sagte Zürcher.

Vorkehrungen könnten also ab 2022 nötig werden, tönte er an, im Moment sei dies noch kein Thema. Es gelte, im Hinblick auf einen ausgewogenen Finanzhaushalt entsprechende Massnahmen zu ergreifen, damit Ertrag und Aufwand nicht weiter auseinanderdriften. Im Weiteren gelte es, die durch die hohen Investitionen zustande gekommene Verschuldung kontinuierlich abzubilden.