«Wir sind an einem Gesamtkonzept, mit dem wir die verschiedenen Abteilungen bündeln wollen», sagte Zuchwils Bauverwalter Peter Baumann. So ist vorgesehen, dass das gesamte erste Obergeschoss in der Gemeindeverwaltung – wo bisher die Finanzen untergebracht waren – zukünftig die sozialen Dienste beherbergen wird. Die erste Etappe beinhaltet nun die Integration der im November beschlossenen Rücknahme der Kinder- und Erwachsenenschutzmandate in die eigene Gemeindeverwaltung.

Konkret bedeutet dies, dass im Bereich soziale Dienste drei neue Arbeitsbereiche geschaffen werden müssen. Geplant war zunächst, dass hierfür die 50 000 Franken für den Planungskredit der Eingangshalle eingesetzt werden. Dem schob die Finanzabteilung allerdings einen Riegel vor, da dies einer Zweckentfremdung des Kredits gleichkäme. Dennoch stellte die SVP-Fraktion im Rat einen Rückstellungsantrag für den Planungskredit mit dem Ziel, die Gelder für die neuen Räumlichkeiten zu verwenden. Dies stiess bei den anderen Parteien allerdings auf wenig Gehör, weshalb das Anliegen mit 7 Nein- zu 2-Jastimmen abgelehnt wurde.

Insgesamt 90 000 Franken muss die Gemeinde für die drei neuen Büros berappen. Mit rund 30 000 Franken pro Raum falle dieser Preis «wahnsinnig hoch» aus, monierte Silvio Auderset (SVP). Der Bauverwalter entgegnete, dass in den Kosten einerseits Umbauarbeiten, neue Beleuchtungen sowie die EDV-Ausstattung enthalten seien und andererseits auch die gesamte Möblierung. Gerade bei letzterem habe man auf eine günstige – aber nicht billige, wie Baumann betonte – Lösung geachtet. So griff man beispielsweise bei den Stehtischen auf Modelle von IKEA zurück. Dies hatte jedoch nicht nur kostentechnische Gründe, sondern kam auch aufgrund des Zeitdrucks zustande. Denn die Büroräume müssen anfangs Februar 2018 bezugsbereit sein. Dem Zusatzkredit von 90 000 Franken stimmte der Gemeinderat mit 7 Ja- zu 2 Neinstimmen zu.

Externe Expertise

Die Einwohnergemeinde Zuchwil schloss im Jahre 2008 mit der AEK einen Konzessionsvertrag für die Dauer von 25 Jahren ab. Der Vertrag kann allerdings auf 2019 gekündigt werden. Dafür muss die Kündigung aber zwei Jahre vorher erfolgen – also Ende 2017.

Seit Bekanntgabe, dass die AEK die Strompreise ab 2018 «gäch» ansteigen lassen werde, wird diese Option zumindest nicht mehr kategorisch ausgeschlossen. Dafür erreichte Zuchwil bei der AEK eine Fristverlängerung um sechs Monate, um bis Mitte 2018 unter den gleichen Bedingungen kündigen zu können. Sollte sich Zuchwil für einen Verbleib entscheiden, so wird die AEK der Gemeinde eine bessere Rückvergütung anbieten, was die Strompreise abfedern wird.

Ausserdem verfügt die AEK mit der BKW über einen Energielieferanten, welcher der Gemeinde die Preise längerfristig stabilisieren kann – auch wenn diese ansteigen sollten. Bei einer Kündigung verbleibt die Gemeinde vertraglich für weitere zwei Jahre bei der AEK, profitiert jedoch nicht von den abfedernden Massnahmen.

Konkret soll der Gemeinderat die Gemeinde nun damit beauftragen eine Expertise durchzuführen, um zu schauen, ob eine eventuelle Vertragskündigung ein Thema wäre. Gespräche mit den Partnergemeinden hätten zudem gezeigt, dass diese bereit wären, sich an der Studie zu beteiligen. Der Gemeinderat stimmte einstimmig für eine Beteiligung an einer externen Expertise im Rahmen der Partnergemeinden im Bereich Energieversorgung.