Neubau geplant
Institution Blumenhaus Buchegg will 50-jährigen Internatsbau ersetzen

Die Verantwortlichen haben ihre Pläne im Gemeinderat Buchegg vorgestellt. Es sollen nicht mehr Personen aufgenommen werden.

Gundi Klemm
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Im Blumenhaus Buchegg soll der Internatsbau aus dem Jahr 1970 ersetzt werden.

Im Blumenhaus Buchegg soll der Internatsbau aus dem Jahr 1970 ersetzt werden.

Oliver Menge

Die Institution Blumenhaus im Ortsteil Buchegg will ihren 1970 entstandenen Internatsbau durch einen Neubau ersetzen. «Die gesamte Infrastruktur entspricht nicht mehr den heutigen Bedingungen», orientierte In­stitutionsleiter Thomas Sutter den Gemeinderat, der diese frühe Information ausdrücklich begrüsste. In Workshops mit internen und externen Fachkräften sei eine Bedarfsplanung entstanden, die 2019 zu einer Machbarkeitsstudie führte. Am Studienauftrag hätten sich vier Architekturbüros beteiligt. Der Entscheid sei, so Sutter, zu Gunsten der Graf Stampfli Jenni (GSJ) Architektur AG ausgefallen, die das überzeugendste Konzept präsentiert hätte.

Fünf Wohngruppen für 36 Kinder

Andrea Stampfli stellte im Rat die Projektidee vor, die am Hang des Blumenhaus-Areals Richtung Kantonsstrasse in Ausnutzung des Terrains ein dreiflügeliges, mehrgeschossiges Gebäude vorsieht, das bis zu 36 Kinder beherbergen soll. Es soll fünf Wohngruppen, Therapie, Mittagstisch und im Kern Betriebsräume enthalten. Gespräche mit kantonalen Fachstellen und Banken finden statt. «Denn wir wollen das Vorhaben, das bis 2024 fertiggestellt werden könnte, auch finanziell stemmen können», bekräftigte Sutter. Auf Nachfrage aus dem Rat bezüglich des zunehmenden Bedarfs an Betreuungsplätzen betonte er: «Wir wollen nicht noch weiter wachsen.»

Als Votum gab der Rat mit auf den Weg: «Das Gebäude muss auch bezüglich Fassadengestaltung gut in die Landschaft eingepasst sein.» Die Gemeinde sei zwar die oberste Planungs­behörde, wie Bauverwalter Daniel Laubscher unterstrich, doch die Prüfung des Gestaltungsplans finde kantonal statt. «Ihr seid auf gutem Weg», dankte Gemeindepräsidentin Verena Meyer für die Präsentation.

Reitsportzentrum möchte wachsen

Im Ortsteil Hessigkofen besteht ein Reitsportzentrum, das sich gerne etwas erweitern möchte. Deshalb ist eine Änderung des Zonenreglements für die Spezialzone Schmärleiben nötig. Die in der Vorprüfung entstandenen Änderungswünsche des Amtes für Raumplanung wurden im gültigen Zonenreglement berücksichtigt. Ziel ist, dass in der Spezialzone ein neuer Stall gemäss Tierhaltungsvorschriften und ein neuer Reitplatz gebaut werden kann. Detailliert festgelegt ist die Nutzung für Schmärleiben als Pferdepension für 30 Tiere, für Reitsport und für «Ferien auf dem Bauernhof». Der Gemeinderat verabschiedete die Änderung zur Ergänzung des Zonenreglements einstimmig und legte die öffentliche Auflage des Gestaltungsplans ab 15. Juli fest.

Stressfreier oder schneller Weg?

Schon einmal in dieser Legislatur beschäftigte sich der Gemeinderat Buchegg mit einer Veloverbindung vom Ortsteil Küttigkofen bis zum Bahnhof Lohn-Lüterkofen. Zwei Varianten stehen zur Diskussion: ein ausgebauter, asphaltierter und 2,5 Meter breiter Veloweg, der neben der Kantonsstrasse verläuft als Variante Nord. Demgegenüber folgt die Variante Süd zuerst ab dem Restaurant Bismarck dem Chrutmülibach, dann dem RBS-Bahngleis bis zum bestehenden Veloweg entlang der Kantonsstrasse Lohn-Bätterkinden. Sascha Attia, Leiter Langsamverkehr im AVT, stellte beide Varianten einander gegenüber. «Nord» mit einer Steigung von 3,5 Prozent sei eine Ergänzung zur Strasse. «Süd» mit einer Steigung von 2 Prozent und einer Breite von 3 Metern sei abseits des Verkehrs der «stressfreie Weg» mit Mergelbelag. Dieser Weg muss allerdings neu gebaut werden und bedarf einer Brücke.

Der Gemeinderat sprach sich abschliessend aus Sicherheitserwägungen mit 5:1 für die Variante Süd aus. Man war sich in der Diskussion aber bewusst, dass schnelle E-Biker oder Rennvelos mit schmalem Reifenprofil weiterhin auf der Kantonsstrasse bleiben. (gku)