Buchegg

Neu gibt es nur noch drei Rebsorten beim Schlössli

Beim Rebberg unterhalb des Schlosses Buchegg wurde Léon Millot durch Réselle-, Regent- und Cabernet-Jura-Rebstöcke ersetzt. Diese sollen Vorteile in der Pflege sowie im Arbeitsaufwand bringen.

Der 21-jährige Rebberg unterhalb des Schlosses Buchegg ist mit dem blühenden Löwenzahn eine Augenweide. Bis anhin wuchsen hier die Rebsorten Réselle, Regent, Cabernet Jura und Léon Millot. «Das ergab relativ kleine Weinmengen der einzelnen Sorten. Wir haben uns daher entschieden, die 281 Rebstöcke der roten Sorte Léon Millot zu eliminieren und mit weissen Réselle-, roten Regent- und Cabernet-Jura-Rebstöcken zu ersetzen. Zusätzlich haben wir das 1995 gebaute Holzgerüst aus Akazienpfählen in ein Metallgerüst umgebaut», informiert Robert Flückiger.

Mehr Platz bei den Neupflanzungen schaffen der von 2.40 auf 1.80 Meter verkleinerte Reihenabstand sowie der Stockabstand von rund 90 Zentimetern.

Voller Ertrag bereits im Jahr 2019

Im 491 bis 512 Meter über Meer gelegenen Rebberg sind die Frauen und Männer der Rebbaugenossenschaft «Kibberg-Schlössli» am Pflanzen von 573 neuen Rebstöcken. Dies gleicht einer Wissenschaft.

Bereit stehen Hochstammreben, das bedeutet, dass sich ihre Veredlungsstelle nach der Pflanzung 60 Zentimeter über dem Boden befindet und somit auch die Triebe. Die amerikanische Unterlagsrebe ist reblausresistent und besonders winterhart. Diese neuen Hochstammreben verheissen Vorteile in der Pflege sowie im Arbeitsaufwand, zudem tritt ihre Ertragsphase früher ein.

Zielstrebig geht die Arbeit voran. Jede und jeder kennt den Ablauf genau: Pflanzloch mit Bohrer ausheben, eine Handvoll Gemüseerdepappe hineingeben, Rebenwurzel kürzen und über die Pappe legen, Loch halb mit Erde füllen und leicht anklopfen, Einschwemmen mit Wasser, Loch mit Erde ganz füllen, Stickel setzen und an den Bindedrähten befestigen, Stamm dreimal an den Stickel binden.

Auf den 27 Aren gedeihen künftig 292 Rebstöcke mehr, nämlich total 1'195. Davon 647 Réselle (vorher 338), 293 Regent (vorher 154) und 255 Cabernet Jura (vorher 130). In den letzten Jahren resultierten aus der Traubenernte rund 1'400 Flaschen Wein. «Bereits im Jahr 2019 rechnen wir mit dem vollen Ertrag der Neupflanzen», sagt Robert Flückiger, der seit März 2016 das Präsidium der Rebbaugenossenschaft von Hans Neeracher übernommen hat. Gekeltert wird nach wie vor in Schinznach-Dorf.

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