Sie wollen alle neue Lehrlinge auf den Sommer 2018: Rund 30 Betriebe aus der Region Solothurn-Lebern nahmen an der ersten Leberberger Lehrstellenbörse teil. Ziel des Anlasses war das Pflegen eines Netzwerkes zwischen Schülern, Eltern und regionalen Betrieben, die auf handwerkliche Berufe spezialisiert sind.

Rund 400 Schüler und Schülerinnen der achten und neunten Klasse der Sek B und E waren angemeldet. Aber auch Eltern, unangemeldete Berufsuchende und Schüler der Sek P waren willkommen. Begrüsst wurden die Teilnehmer von Heinz Flück, Solothurner Gemeinderat, und Thomas Jenni, Projektleiter Berufsmarketing.

Handwerker gebraucht

«Eine Berufslehre zu machen — Schule und Praxis vereint — ist eine grosse Chance», erläuterte Flück den Anwesenden. Er ist nicht nur Gemeinderat, sondern auch Leiter vom Berufsvorbereitungsjahr am Berufsbildungszentrum. Jennis und Flücks Ziel ist die Weiterführung der Lehrstellenbörse in den folgenden Jahren, um den Schülern alle Anschlussmöglichkeiten an die obligatorische Schulzeit aufzuzeigen. Vor Ort waren in diesem Sinne nicht nur Betriebe, sondern auch Bildungszentren, wie etwa Feusi und die kantonalen Berufsbildungszentren.

Doch die Euphorie war nicht allen Teilnehmern ins Gesicht geschrieben. Im Gegenteil. Trotz dem zahlreichen Publikum, waren einige Handwerker skeptisch. Remo Meier, Inhaber der Langendörfer Metzgerei Fischer, bedauerte: «Letztes Jahr schlossen im ganzen Kanton nur vier die Metzgerlehre ab. In den handwerklichen Gewerben fehlt der Nachwuchs.» Das sei langfristig nicht hinzunehmen, denn Handwerker werde es auch in der Zukunft brauchen. Umso mehr versuchten die Metzger, Kaminfeger und weiteren Überzeugungsarbeit zu leisten: Wettbewerbe, Spiele, augenfällige Plakate und Werbegeschenke kamen überall der Mund-zu-Mund-Propaganda zur Hilfe.

Die HESO AG stellte dem kantonalen Gewerbeverband die Räumlichkeit kostenlos zur Verfügung. Die erste Lehrstellenbörse Leberberg füllte zwar nicht die gesamte Halle, doch Flück und Jenni zeigten sich zuversichtlich für die zweite Ausgabe. Den zukünftigen Neulingen in der Berufswelt gab Flück auf den Weg: «Seid offen und seht, welche Möglichkeiten vorhanden sind.»