Recherswil

Nass und schmutzig in den Unterricht: Der Flurweg bräuchte einen Hartbelag

Der Flurweg zwischen Recherswil und Gerlafingen.

Der Flurweg zwischen Recherswil und Gerlafingen.

Der Schulweg von Recherswil ins Oberstufenzentrum Kirchacker in Gerlafingen ist mühsam für die Schüler. Besonders im Winter ist der Flurweg schwer befahrbar.

Momentan müssen sich die Recherswiler und Obergerlafinger Oberstufenschüler auf dem Schulweg mit ihren Velos durch Schnee und Matsch kämpfen. «Es ist schön, dass unsere Oberstufenschüler und –schülerinnen seit eineinhalb Jahren die Kreisschule im Kirchacker Gerlafingen besuchen dürfen und somit einen kürzeren Schulweg haben», meinte Irene Rüfenacht.

Doch die Befahrung des Flurweges sei besonders im Winter beschwerlich. Ein Schulweg sollte zu jeder Jahreszeit sicher und gut befahrbar sein, forderte Rüfenacht. Würde der Weg mit einem Hartbelag versehen, der eine Schneeräumung erlaubt, wäre das Problem gelöst. Da der ganze Weg auf Obergerlafinger Boden liegt, ist Obergerlafingen dafür zuständig.

Bisherige Vorstösse der Ressortleiterinnen Soziales und Bildung bei Obergerlafinger Gemeinderäten und der Kreisschulkommission fanden kein Gehör. Eine Unterschriftensammlung durch «familie aktiv» bestätigt, dass auch die Eltern Interesse an einem zumutbaren Schulweg haben. Gemeindepräsident Hardy Jäggi wird den Gemeinderat Obergerlafingen bitten, sich Gedanken über eine Lösung zu machen. Selbstverständlich würde sich Recherswil an den Kosten beteiligen.

Keine kommunalen Komposthaufen

Kehrichtcontainer, die vor der Abfuhr bis aus das Doppelte ihrer Höhe anwachsen, von Tieren aufgerissene Säcke, deren Inhalt über die ganze Strasse verstreut liegt. Dies sind unter anderem Gründe, die den Gemeinderat dazu bewogen, das Abfallreglement zu revidieren. Punkte, welche die Kommission Umwelt und Liegenschaften zur Aufnahme ins Reglement empfiehlt, sind, dass die Container nur so gefüllt werden dürfen, dass der Deckel zugeht. Säcke dürfen erst am Morgen des Abfuhrtages an die Strassen gestellt werden. Leerwohnungen sollen nicht von der Kehrichtgebühr befreit sein. „Die Abfallfahrten müssen organisiert werden, ob eine Wohnung leer steht oder nicht“, hielt Ressortleiter Christian Erzer fest. Und für die Verwaltung gäbe dies zusätzlichen Aufwand. Auch die Idee, dass die Gemeinde in den Quartieren Platz für Kompostieranlagen zur Verfügung stellt, wird nicht ins Reglement aufgenommen. „Wir haben nicht genügend freies Land dafür“, sagte Hardy Jäggi.

Auf den 1. Januar 2020 wird die Berechnungsbasis für die Kehrichtgrundgebühr auf Wohnungseinheiten umgestellt. Sie wird nicht mehr wie bisher pro Steuererklärung erhoben. Somit hat der Grundeigentümer die Gebühr zu bezahlen. Diese wird einmal jährlich zusammen mit den Wasser- und Abwassergebühren fakturiert. Das Reglement wird an der nächsten Gemeindeversammlung zur Abstimmung kommen.

Teurer als erwartet

Die Reorganisation der Gemeindeführung hat einiges mehr gekostet als vorgesehen. Zu den 10'000 Franken, die ursprünglich budgetiert waren, gab es zwei Nachtragskredite von zusammen 23'000 Franken. Nun braucht es für die Finalisierung der Pflichtenhefte der Kommissionen und die Stellenbeschriebe einen weiteren Nachtragskredit von 3'500 Franken als Kostendach. Nach Genehmigung dieser Dokumente ist die Reorganisation abgeschlossen und die Arbeitsgruppe kann aufgelöst  werden.

Nochmals vors Volk

An der letzten Gemeindeversammlung stimmte der Souverän über eine falsche Version des Reglements über die Grundeigentümerbeiträge und  -gebühren ab. Das Reglement wird in korrigierter Verfassung nochmals vom Bau- und Justizdepartement geprüft und kommt erneut an die Gemeindeversammlung.

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