Gemeinderat Messen
Nachfolger aus Balm gesucht: «Alle Ortsteile müssen vertreten sein»

Der Gemeinderat ist sich nach dem Rücktritt von Gemeinderat Adrian Schär und Jürg Wirtschi bewusst, dass die Ortsteile weiterhin möglichst alle im Rat vertreten sein müssen. Doch eine Person aus Balm hat sich noch nicht gefunden.

Gundi Klemm
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Marianne Meister äusserte sich besorgt, dass der Ratssitz für den Ortsteil Balm bisher nicht besetzt werden konnte.

Marianne Meister äusserte sich besorgt, dass der Ratssitz für den Ortsteil Balm bisher nicht besetzt werden konnte.

Zur Verfügung gestellt

Mit dem Ausscheiden aus dem Gemeinderat von Adrian Schär (Brunnenthal) und Jürg Wirtschi (Balm) zum Jahresende 2015 galt es, deren Aufgaben bis zum Ende der laufenden Legislatur im Rat neu zu verteilen. Peter Gerber, der als bisheriges Ersatzmitglied nun als offizielles Ratsmitglied an der ersten Sitzung im neuen Jahr begrüsst wurde, übernimmt alle Aufgabenbereiche in Versorgung und Sicherheit.

Adrian Grossenbacher ist zuständig für Verkehr und Umwelt, vertritt die Gemeinde in zahlreichen Verbänden inklusive der Tätigkeit als Delegierter im Schulverband, da gegenwärtig das Ressort Bildung/Schule im Rat vakant ist. Schär und Wirtschi bleiben weiterhin für die Projektbegleitung neues Feuerwehrmagazin zuständig.

Gemeindepräsidentin Marianne Meister äusserte sich besorgt, dass der Ratssitz für den Ortsteil Balm trotz vieler Gespräche bisher nicht besetzt werden konnte. «Das zeigt, dass wir uns sputen müssen, um Nachfolger für die Ratsarbeit spätestens bis zu den Gemeinderatswahlen zu finden.»

Noch umweltbewusster
Über ein neues Angebot in Messen, das die Umweltkommission vorbereitet hat, informierten

Rats-Stenogramm

Der Gemeinderat hat:

-sich für die Beteiligung an der geplanten Veranstaltungs-Homepage von Pro Buechibärg ausgesprochen. Übernommen werden die jährlichen Betriebskosten von Fr. 285.40, da Einrichtung und Aufschaltung dieser Seite mit rund 7000 Franken durch die Kasse von Pro Buechibärg getragen wird;

-Wahlen vorgenommen: in die Wasserkommission Michael Rätz, ins Wahlbüro Marion Jost und Alain da Silva;

-nach gütlichen Einspracheverhandlungen nun die Teilrevision des Generellen Wasserversorgungsprojektes (GWP) in Balm genehmigt und zuhanden des Regierungsrats verabschiedet;

-von der Schwierigkeit bei der Harmonisierung des Zonenreglements gehört und Wege zur Klärung der Situation ins Auge gefasst. (gku)

deren Präsident Urs Scheidegger und Marcel Frey als Aktuar der UweKo. Mit einem Flyer und einem geschenkten Kunststoff-Sammelsack wird die Bevölkerung zum Sammeln dieser wertvollen Abfälle eingeladen, die dem Recycling zugeführt werden.

In Partnerschaft mit der Lohner Firma Neuenschwander AG wird ein Container auf dem Entsorgungsplatz neben dem alten Feuerwehrmagazin aufgestellt, der die mit 2 Franken gebührenpflichtigen 60-l-Säcke aufnimmt. Zu kaufen sind die Säcke in Messen bei der Gemeindeverwaltung und der Post. Alle zwei Wochen wird der Inhalt abgeholt und in die Weiterverwertung gefahren.

Der Rat zeigte sich über das vorgestellte Konzept begeistert und hofft, dass keine anderen Abfälle in diesem speziellen Container deponiert werden. Veranschlagt für alle entstehenden Kosten sind vorerst jährlich 3000 Franken. «Wir hoffen, damit das Umweltbewusstsein zu fördern», waren sich UweKo und Rat einig. Dass zu dieser Einstellung schon früh angeregt werden kann, beweisen laut Scheidegger zahlreiche Projekte, welche die Kommission mit der Schule plant und durchführt.

Energieregion Bern-Solothurn
Etliche Gemeinden im Versorgungsgebiet der Genossenschaft Elektra sind Mitglied des 2011 gegründeten Vereins Energieregion Bern-Solothurn. Ziel ist, den Energieverbrauch zu minimieren, den Anteil erneuerbarer Energie – möglichst auch produziert in der Region – zu erhöhen und weniger abhängig zu sein von grossen Energiekonzernen im In- und Ausland.

Marcel Frey zeigte die Stossrichtung des Vereins auf, der in der Förderung von Solaranlagen, verbesserter Energieeffizienz in Gebäuden und Strassenbeleuchtung, Beratung und technischen Erneuerungen zu einer deutlichen Senkung des Verbrauchs beitragen möchte.

Von den 249 ausgerichteten finanziellen Förderbeiträgen wurden 12 an Liegenschaftsbesitzer in Messen ausbezahlt. Die Kommune kostet die Mitgliedschaft jährlich 6700 Franken. «Schön wäre es, wenn wir demnächst unser Elektroauto mit Energie vom eigenen Dach speisen könnten», sah Frey in die Zukunft.