Bellach

Nach zweijähriger Zwangspause: Die Jugendarbeit nimmt wieder Fahrt auf

Vor 2016 hatte Bellach bereits eine Jugendarbeit. Seither ist das Projekt jedoch in einer Zwangspause. Im Bild: Der ehemalige Jugendarbeiter Andreas Tiersbier (links) mit Jugendlichen im Jugendraum Bellach.

Vor 2016 hatte Bellach bereits eine Jugendarbeit. Seither ist das Projekt jedoch in einer Zwangspause. Im Bild: Der ehemalige Jugendarbeiter Andreas Tiersbier (links) mit Jugendlichen im Jugendraum Bellach.

Nach einem zweijährigen Unterbruch für die Jugendarbeit konkretisiert sich in Bellach nun die Planung. Die Gemeinde will sich nun mit Nachbarsgemeinden absprechen, bevor der Gemeinderat in einer Sitzung im Dezember konkrete Schritte vorschlägt.

Zehn Jahre lang dauerte die Zusammenarbeit der Gemeinden Bellach und Selzach in der Kinder- und Jugendarbeit. Im Sommer 2016 war jedoch Schluss. Die Gemeinde Selzach kündigte den Zusammenarbeitsvertrag, weshalb Bellach die Kinder- und Jugendarbeit bis auf weiteres aufgeben musste. Mit einer vom Gemeinderat eingesetzten Arbeitsgruppe soll die Fahrt jedoch wieder aufgenommen werden.

Mit Umfragen in Bellacher Schulklassen, um deren Interesse für Jugendarbeit zu dokumentieren, und mit einem Interview mit Andreas Hänggi, dem Führungsverantwortlichen des Jugendarbeiters, wurde eine Bedürfnisabklärung gemacht. Daraus erarbeitete die Arbeitsgruppe drei Varianten, welche die künftige Organisation der Jugendarbeit in Bellach definieren könnte.

Von der Arbeitsgruppe wird jene Variante empfohlen, welche eine partizipative und modulartig aufgebaute Kinder- und Jugendarbeit vorsieht. Die Kinder und Jugendlichen sollen sich aktiv engagieren und einen Raum erhalten, welcher als Plattform für ihre individuellen Aktivitäten dient. Jugendarbeiter sind nicht mehr Organisatoren von Angeboten, sondern als Coach tätig, um die Kinder und Jugendlichen bei ihren Projekten zu unterstützen. Folglich wäre das Pensum des Jugendarbeiters oder der Jugendarbeiterin niedriger, ebenso die Kosten.

Thema wurde verschlafen

Diese Vorlage gab die Arbeitsgruppe Anfang August dem Gemeinderat zurück. «Wir von der Arbeitsgruppe gingen davon aus, dass der Bericht in der Gemeinderatssitzung vom 18. September traktandiert wird», sagt Martin Röthlisberger, Gemeinderat in Bellach und Mitglied der Arbeitsgruppe. Aufgrund einer Kommunikationspanne zwischen dem Vize-Gemeindepräsidenten und dem Ratssekretariat wurde der Bericht jedoch nicht thematisiert.

An der folgenden Gemeinderatssitzung vom 6. November wurde der Bericht erst zur Kenntnis genommen. «Grundsätzlich hätte ich es sehr begrüsst, wenn der Gemeinderat im Budget 2019 einen Betrag für das Angebote der Kinder- und Jugendarbeit aufgenommen hätte», sagt Röthlisberger. Am 21. November soll, auf Anregung von Langendorf, ein Ideenaustausch zwischen Bellach, Langendorf, Oberdorf und Rüttenen stattfinden. Man warte vorerst das Ergebnis dieses Austausches ab, bevor das weitere Vorgehen definiert wird.

«Es soll diskutiert werden, ob es zu einer regionalen Zusammenarbeit kommen könnte», sagt Röthlisberger, der am Ideenaustausch teilhaben wird. Gerade in einer solchen Zusammenarbeit biete sich die Möglichkeit, die Kinder- und Jugendarbeit effizienter und kostengünstiger zu gestalten.

Der Gemeinderat erwartet in der Gemeinderatsitzung vom 11. Dezember eine Rückmeldung vom Ideenaustausch, um das Vorgehen festlegen zu können.

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