Nach einem Raubüberfall in einem Einfamilienhaus in Oberdorf im Mai haben die Kantonspolizei Solothurn und die Staatsanwaltschaft Kanton Solothurn umfangreiche Ermittlungen aufgenommen.

Mit Unterstützung durch die Bundeskriminalpolizei sowie durch Behörden in Deutschland, Frankreich und Italien konnten die Strafverfolgungsbehörden zwei Tatverdächtige ausfindig machen und international zur Verhaftung ausschreiben.

Wie die Kantonspolizei Solothurn mitteilt, wurde einer der Tatverdächtigen inzwischen in Deutschland festgenommen und an die Schweizer Behörden überstellt. Der andere Mann wurde in Italien festgenommen und befindet sich derzeit dort in Haft. Es handelt sich um einen 35-jährigen Peruaner und einen 37-jährigen Kubaner.

Recherchen von Tele M1 ergaben im Mai, dass es sich bei den beiden überfallenen Frauen um die Schwester und die Nichte des peruanischen Staatspräsidenten handelt. Beide leben seit Langem in der Schweiz. In diesem Jahr verloren sie auf tragische Art und Weise bei einem schweren Verkehrsunfall in Lima ihren Sohn bzw. Bruder.

Schwester von peruanischem Staatspräsidenten überfallen

Schwester von peruanischem Staatspräsidenten überfallen

In einem Einfamilienhaus in Oberdorf überfallen Unbekannte zwei Frauen. Es handelt sich um die Schwester und die Nichte eines Staatspräsidenten. Der Beitrag wurde am 20.5. 2016 auf Tele M1 ausgestrahlt.

In den peruanischen Medien wurde die Mutter darum einige Male zitiert und im Zusammenhang mit Schweizer Bankkonten und einem Landkauf erwähnt. 

Wie die Kantonspolizei Solothurn auf Anfrage mitteilt, liessen sich diese Spekulationen über einen Zusammenhang dieser Tatsache und dem Raubüberfall weder bestätigen noch dementieren.

Im Moment liessen sich keine Angaben machen über Motiv, Tathergang und allenfalls weitere Beteiligte. Dies seien Teile der laufenden Ermittlungen. 

Bei dem Überfall waren die beiden Frauen gefesselt worden, während die Täter das Einfamilienhaus durchsuchten. Einer trug eine Handfeuerwaffe, trotzdem gelang es den Frauen, sich zu befreien und die Nachbarschaft zu alarmieren. Mitlaufen liessen die Räuber Deliktgut von wenigen Hundert Franken. Die beiden Opfer erlitten leichte Verletzungen. (pks/coh)