Biberist
Nach über 30 Jahren sagt Pfarrer Christian Bürki Tschüss

Mit viel Lob, Gesang und Humor wurde Pfarrer Christian Bürki herzlich verabschiedet. Bürki war über 30 Jahre lang für das reformierte Pfarramt Biberist Süd zuständig.

Agnes Portmann-Leupi
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Abschiedsfeier von Pfarrer Christian Bürki
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Thomaskirche Biberist hält bedankt sich
Abschiedsfeier von Pfarrer Christian Buerki in der Thomaskriche Biberist
Abschiedsfeier von Pfarrer Christian Bürki in der Thomaskriche Biberist
Abschiedsfeier von Pfarrer Christian Bürki in der Thomaskriche Biberist
Abschiedsfeier von Pfarrer Christian Bürki in der Thomaskriche Biberist
Abschiedsfeier von Pfarrer Christian Bürki in der Thomaskriche Biberist
Abschiedsfeier von Pfarrer Christian Bürki in der Thomaskriche Biberist
Abschiedsfeier von Pfarrer Christian Bürki
Abschiedsfeier von Pfarrer Christian Bürki in der Thomaskriche Biberist
Abschiedsfeier von Pfarrer Christian Bürki in der Thomaskriche Biberist
Abschiedsfeier von Pfarrer Christian Bürki in der Thomaskriche Biberist
Abschiedsfeier von Pfarrer Christian Bürki in der Thomaskriche Biberist
Abschiedsfeier von Pfarrer Christian Bürki in der Thomaskriche Biberist
Abschiedsfeier von Pfarrer Christian Bürki in der Thomaskriche Biberist
Abschiedsfeier von Pfarrer Christian Bürki in der Thomaskriche Biberist
Abschiedsfeier von Pfarrer Christian Bürki in der Thomaskriche Biberist
Abschiedsfeier von Pfarrer Christian Bürki in der Thomaskriche Biberist
Abschiedsfeier von Pfarrer Christian Bürki in der Thomaskriche Biberist
Abschiedsfeier von Pfarrer Christian Bürki in der Thomaskriche Biberist
Abschiedsfeier von Pfarrer Christian Bürki in der Thomaskriche Biberist
Abschiedsfeier von Pfarrer Christian Bürki in der Thomaskriche Biberist
Abschiedsfeier von Pfarrer Christian Bürki in der Thomaskriche Biberist

Abschiedsfeier von Pfarrer Christian Bürki

Thomas Ulrich

Dass Pfarrer Christian Bürki beliebt war, bewies die vollbesetzte Thomaskirche am Sonntagabend im Abschiedsgottesdienst. Seit September 1986 war er für das reformierte Pfarramt Biberist Süd zuständig. Isabell Schnyder, Vize-Kirchgemeindepräsidentin, freute sich in ihrer Begrüssung über die grosse Fangemeinde des scheidenden Pfarrers.

Für diesen Gottesdienst studierten die Religionsklassen die Bibelgeschichte des «Zachäus – oder die wundersame Steuersenkung» ein, den Gedanken der Gerechtigkeit im Fokus. Zachäus war ein Zöllner, ein Halsabschneider, der den Leuten den letzten Batzen aus der Tasche zog. In Jericho begegnete er Jesus und merkte, dass er sein Leben ändern musste. Bezaubernd verkörperten die Kinder die Geschichte und leidenschaftlich sangen sie die Lieder, die der Pfarrer eigens für sie geschrieben hatte.

Nicht gerne im Mittelpunkt

«Heute muss Christian Bürki im Mittelpunkt stehen, auch wenn er dies in seiner Bescheidenheit nicht so gerne hat», bemerkte Isabell Schnyder und eröffnete den Reigen der Verabschiedungen. Mit seiner Bodenhaftung sei er sehr nahe bei den Leuten gewesen, sagte Gemeindepräsident Stefan Hug-Portmann. «Das hat mit dazu beigetragen, dass die Einwohnergemeinde, die Katholiken und Reformierten eine Gemeinschaft bilden.»

Diakon Max Herrmann, Gemeindeleiter der katholischen Kirchgemeinde, blickte auf die vielen gemeinsamen Gottesdienste zurück und lobte den «Brückenbauer» für sein «Säen und Pflanzen». Von einem Trauertag sprachen seine Pfarrkolleginnen und –kollegen. Mit einigen Anpassungen verwandelten sie das alte Lied von Heinrich Isaac «Innsbruck, ich muss dich lassen» in einen auf den Scheidenden gemünzten Trauergesang. Auf die Melodie «S’Träumli» veranschaulichte der ganze Kirchgemeinderat mit dem Pfarrkollegium das grosse soziale Engagement des stets mit dem Velo unterwegs gewesenen Pfarrers. So etwa die Familienskiferien, Segelturns, Kurse mit den Konfirmanden, Krippenspiele, in welchem die Kinder nicht dem Stern folgten, sondern dem GPS, ganz der heutigen Zeit angepasst.

Dank seinem Wirken im «Sagmäu-club», konnte vielen Bergbauern ein neues Zuhause oder ein neuer Stall ermöglicht werden. Amüsant überreichte der Kirchgemeinderat dem Naturverbundenen einen Rucksack mit aufputschendem Proviant und einem vorläufig symbolischen iPad aus Schokolade. Die Überraschung enthielt auch zu Karten gedruckte Zeichnungen von Jugendlichen, mit deren Offenheit der Pfarrer liebte, die Welt zu entdecken.
Herzlich bedankte sich Christian Bürki mit einem witzigen, selbst verfassten Gedicht. Er schüttelte immer noch Hände, als seine «Fans» längst beim Apéro auf ihn angestossen hatten.

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