Am Eingang zum Schloss Waldegg hatte sich kurz vor 10 Uhr bereits eine Warteschlange gebildet. Im Garten des Schlosses luden Tischchen und Stühle, den «Point de vue» zu geniessen. Regula Plüer vom Technischen Dienst des Schlosses hat ihres dazu beigetragen, dass sich die Besucher und Besucherinnen auf dem Areal wohl fühlten. Und es ist ihr sichtlich gelungen. Sie habe alle Tische, die sie finden konnte, noch bereitgestellt, damit auch genügend Sitzmöglichkeiten vorhanden seien. «Dass die Authentica hier ist, scheint mir eine Win-win-Situation», sagt sie. Die Stimmung sei wahnsinnig schön. «Für uns ist es toll, wenn die Schlossanlage belebt wird.» Auch die Zusammenarbeit mit dem Authentica-Team sei spitze. Man merke, dass sie sich historische Orte gewohnt seien und sie das nötige Wissen und Fingerspitzengefühl dafür hätten.

Projektleiterin Sarah Christ ihrerseits ist dankbar für die Unterstützung durch das Schloss-Team. Das sorgfältige Eingehen auf den Ort sei ihr wichtig. «Es ist unsere Wertschätzung dafür, dass wir hier sein dürfen», sagt sie.

Schloss provisorisch reserviert

Die beiden Co-Präsidenten Regula Egli und Alois Schlager ziehen eine durchweg positive Bilanz. «Der neue Standort war nach der letztjährigen Umbruchphase auch ein Risiko», sagt Egli. Doch sowohl die Lösung mit dem Shuttle-Betrieb als auch das Museum als Ausstellungsort hätten sich bewährt. «Das Schloss Waldegg ist im nächsten Jahr provisorisch für uns reserviert und die Anzeichen sind gut, dass wir wieder hier sein dürfen», so Egli weiter. Es sei aber klar, dass auf der anderen Seite ebenfalls Bilanz gezogen werde.

Während sie mehrheitlich die Fäden nach aussen spinnt und als Innovationsförderin ein grosses Netzwerk mitbringt, kennt Alois Schlager die Seite der Aussteller. Einerseits pflegt er die Kontakte zu den Kleinproduzenten persönlich, anderseits produziert er mit seiner Partnerin Jacqueline in Churwalden Bündnerfleisch und Salsiz nach jahrhundertalten Verfahren. Die Auswahl der Aussteller und Ausstellerinnen liegt ihm am Herzen. Und damit die Authentizität der Produkte und deren Hersteller. Nur so könne die Authentica eine Ausstellung bleiben für ‹Produzenten mit Grundsätzen›.