Sich nicht auf Lorbeeren ausruhen, lautet die Devise der Führungscrew in der Bühne Burgäschi. Kaum ist die Operette «Die Zirkusprinzessin» als grosses Sommerereignis «auf der grünen Wiese» beendet, laufen bereits die Vorbereitungen für vier Konzertanlässe im Rahmen der traditionellen Operettengala der Bühne Burgäschi.

In den Reformierten Kirchen von Wangen und Biberist-Gerlafingen treten am 8. und 9. Dezember der Wiener Tenor Roman Lauder, der als Gast bereits zwei Mal an Burgäschi-Operetten mitwirkte, und Melanie Gehrig Walthert als Sopranistin und inspirierendes Herz der Bühne Burgäschi gemeinsam mit dem Frauenchor und dem Salonorchester auf.

Am 1. und 2. Januar 2018 ist das gesamte Ensemble in Mühledorf und danach nochmals in Biberist-Gerlafingen zu Gast. Das 13-teilige Konzertprogramm, dessen musikalische Leitung in den Händen von Reimar Walthert liegt, bringt viele bisher an der Gala noch nicht gehörte Titel. Darin eingebettet das Lied «Böhmermädel» aus der Operette «Die Männer sind mal so» von Walter Kollo.

Wieder acht Vorstellungen

Denn mit dessen in den Zwanzigerjahren in Berlin geschriebenen «Musikalischen Komödie» spannt die Bühne Burgäschi bereits den Bogen in den Juni 2018. Dann finden die Aufführungen der Operette «Die Männer sind mal so» beim Hornusserhaus Oekingen statt, das Musikfreunden noch von den bezaubernden «Fräulein»-Aufführungen im Sommer 2016 bekannt ist.

Melanie Gehrig hat diese Kollo-Trouvaille der gehobenen Unterhaltung entdeckt, die nach ihrer Premiere 1933 in Berlin hier bei uns in der Schweiz nun zum zweiten Mal zum Leben erweckt wird. Vorgesehen sind acht Vorstellungen, und schon jetzt haben sich Operettenfreunde dafür angemeldet, um nur ja nichts zu verpassen. «Wir haben sofort reagiert und schalten auf unserer Homepage die Reservationsseite auf», freut sich Intendant Hermann Gehrig, der auf die Erfolge von «Zehn Jahre Bühne Burgäschi» blicken kann.

Viele Rückmeldungen

Das höchst arbeitsaufwendige Experiment der Aufführung von «Die Zirkusprinzessin» tatsächlich in einem Zirkuszelt abseits dörflicher Infrastruktur im Aeschimoos beim Burgäschisee hat viele Menschen bewegt und glücklich gemacht, wie Rückmeldungen zeigen. Die exklusiven Logenplätze, die vereinzelt als zu teuer kritisiert wurden, seien weggegangen wie warme Weggli, erinnert sich Gehrig. Die übrigen Plätze im Zirkusrund waren nicht teurer als bei früheren Operetten-Darbietungen der Bühne.

Das gesamte Unternehmen brachte Kosten von rund 1 Million Franken, die schliesslich durch die Publikums-Eintritte, grosszügige Beiträge von Sponsoren und Gönnern, aus dem kantonalen Lotteriefonds Solothurn und auch aus Bern sowie schliesslich, was Gehrig besonders freute, durch Zuwendungen der Stadt Solothurn, sowie der Mehrheit der wasserämtischen Gemeinden gedeckt wurden.

«Gegenwärtig arbeiten wir daran – und vielleicht gelingt das auch mit der süffigen Berliner Operette im kommenden Sommer –, wie wir zusätzlich zu unseren stets treuen Besucherinnen und Besuchern das Publikum über 30 und 40 vermehrt für unsere Kunstform begeistern können», schaut Hermann Gehrig in die nähere Zukunft.