Abwasserregion Solothurn-Emme
Nach 48 Jahren tritt Peter Boner als Präsident zurück

Nach 48 Jahren gibt Peter Boner, Präsident des Zweckverbands der Abwasserregion Solothurn-Emme, sein Amt ab. Als Nachfolger wurde Martin Würsten gewählt.

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Peter Boner war 48 Jahre lang Präsident des Zweckverbands der Abwasserregion Solothurn-Emme.

Peter Boner war 48 Jahre lang Präsident des Zweckverbands der Abwasserregion Solothurn-Emme.

Solothurner Zeitung

Nach 48 Jahren hat der Präsident Peter Boner, Solothurn sein Amt abgegeben. Als Nachfolger wurde Martin Würsten, Solothurn gewählt. Die 119. Delegiertenversammlung des ZASE (Zweckverband der Abwasserregion Solothurn-Emme) fand zum ersten Mal unter seiner Leitung statt.

Peter Boner wurde an der 13. Delegiertenversammlung am 31.10.1969 zum Präsidenten des ZASE gewählt. In seiner langen Amtszeit habe er mit seinem Wissen und seiner Erfahrung die Entwicklung der Abwasserreinigungsanlage massgeblich geprägt, schreibt die ZASE in einer Mitteilung. Die wichtigsten Meilensteine in seiner Amtszeit waren im Jahr 1972 der Spatenstich und danach der Baubeginn der ARA. 2001 bis 2005 wurde die ARA saniert und erweitert.

2013 folgte der Zusammenschluss mit der Abwasserregion äusseres Wasseramt (ZAäW), der Abwasserregion Koppigen (ZAK) und der Abwasserregion Mittlerer Bucheggberg (ZAMB). Heute zählt das Einzugsgebiet 39 Gemeinden mit 91'500 Einwohnern. Zur gleichen Zeit begann der Bau der Klärschlammfaulung/Biogasaufbereitung, welche im Winter 2014 ihr erstes Biogas produzierte.

Trockenes Jahr

An der 119. Delegiertenversammlung genehmigten die Delegierten zwei Projektabschlüsse. Einerseits den Ersatz Trafostation mit Bruttoinvestitionen von 334'000 Franken und den Ausbau den Hochwasserentlastung Derendingen mit Bruttoinvestitionen von 466'000 Franken. Sie genehmigten auch die Jahresrechnung 2017. Ein weiteres Thema war das Anschlussgesuch der Einwohnergemeinde Lüsslingen-Nennigkofen, welches von den Delegierten bewilligt wurde.

Das Jahr 2017 war ein trockenes Jahr. Daraus resultierte die vergleichsweise tiefere gereinigte Abwassermenge von total 21'422'725 Kubikmeter. Ein Problem mit welchem die ARA Emmenspitz zu kämpfen habe, sei das stetig anfallende Fremdwasser, das nicht verschmutzte Wasser, welches der Kanalisation und schliesslich der Abwasserreinigungsanlage zugeführt wird und Kosten verursacht.

Erträge von fast 3 Mio. Franken

Seit 2015 wird mit der Klärschlammfaulungsanlage Biogas produziert, welches in das öffentliche Netz abgegeben wird. 2017 konnten 692'463 Kubikmeter Biogas produziert und verkauft werden. Das entspricht einer Energiemenge von 7.66 GWh. Die Jahresrechnung 2017 schliesst ausgeglichen bei einem Aufwand von 8.58 Mio. Franken ab.

Die Betriebs- und Investitionskosten, welche nicht durch Einnahmen aus der Schlammbehandlung, dem Biogas oder der Wartung von Drittanlagen ausgeglichen werden können, werden jährlich verursachergerecht auf die angeschlossenen Gemeinden mittels Kostenverteiler aufgeteilt. Diese Betriebskosten betragen für das Jahr 2017 insgesamt 5.65 Mio. Franken. Die Investitionen betrugen 2.42 Mio. Franken.

Wahlen

Im 2017 fanden die ordentlichen Wahlen der Behördenmitglieder statt. Es haben sieben zum Teil langjährige Mitglieder des ZASE-Vorstandes und der Rechnungsprüfungskommission (RPK) demissioniert. Im Vorstand haben folgende Mitglieder demissioniert: Gygax Hansruedi, Koppigen, Katzenstein Volker, Solothurn, Keller Franz, Deitingen, Sohm Markus, Utzenstorf, Tschumi Beat, Biberist. Neu in den Vorstand wurden gewählt: Lüthi Hans Rudolf, Koppigen, Schüpbach Markus, Solothurn, Schwarzenbach Markus, Deitingen, Rentsch Hanspeter, Utzenstorf, Adam Nicolas, Biberist.

In der RPK haben folgende Mitglieder demissioniert: Frischknecht Reto, Luterbach sowie als Ersatzmitglied: Marti Michael, Zuchwil. Neu in die RPK wurden gewählt: Marti Michael, Zuchwil und als Ersatzmitglied Kaufmann Sibylle, Biberist. (mgt/uby)

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