Gerlafingen

Nach 25 Jahren gekauft: Jetzt gehört das «Centro Italiano» auch der Famiglia Grassi

Michele Grassi im coronakonformen «Centro Italiano».

Michele Grassi im coronakonformen «Centro Italiano».

Nach 25 Jahren als Pächter hat Michele Grassi das «Centro» in Gerlafingen gekauft. Derzeit wird die Küche umgebaut.

Am 1. Februar konnte die Familie Grassi ein Jubiläum feiern. Seit 25 Jahren wirtet sie im «Centro Italiano», in Gerlafingen. Anfang April konnte Michele Grassi zudem das Restaurant, das überall nur kurz als «Centro» bekannt ist, erwerben und ist neu nicht mehr Pächter, sondern Besitzer des Lokales. Es blieb aber nicht lange Zeit, sich zu freuen. Wegen der Coronakrise war das Restaurant geschlossen. Und mit dem geplanten Umbau der Küche konnte Grassi ebenfalls erst mit Verzögerung starten.

Seit dem 8. Mai ist das «Centro» nun wieder offen. «Vorderhand machen wir aber nur freitags, samstags und sonntags auf», erklärt Grassi. Es mache Sinn, den Betrieb schrittweise wieder hochzufahren. Am Freitagabend werden auch weiterhin Fischspezialitäten angeboten und am Sonntag gibt es Pizza. Ausserdem wird im Restaurant auf Hochtouren gearbeitet. Die Küche ist zurzeit noch eine Baustelle und wird voraussichtlich in rund drei Wochen fertig.

Die Rezepte der «Nonna» machen es aus

Die Küche ist das Herzstück des Restaurants. Michele Grassis Mutter Rosa, die man allgemein als «Nonna» kennt, ist die Herrin über den Kochherd. «Ihre Rezepte sind es, die den Leuten schmecken und die uns den Erfolg gebracht haben.» Bekannt und beliebt seien auch ihre selbst gemachten Gnocchi. Die Küche im «Centro» war aber ein Problem für die Lebensmittelkontrolle und Michele Grassi wusste, dass sie von Grund auf saniert werden muss, damit der Betrieb weitergeführt werden kann.

Die bisherigen Besitzer des Restaurants wollten aber nicht mehr in das Gebäude investieren und nach längeren Verhandlungen haben sie das «Centro» an Michele Grassi verkauft. Die Küche wird nun so umgebaut, dass sie künftig allen Vorgaben der Lebensmittelkontrolle entspricht und wird auch vergrössert. «Wir haben den kleinen Saal dafür geopfert», so Grassi. Draussen soll zudem wieder ein Spielplatz aufgebaut werden. Der Rest des Lokales bleibt bestehen, wie man es bisher kennt. Auch die Sitzungszimmer für die drei Italienervereine, denen das Gebäude bisher gehörte stehen weiterhin zur Verfügung.

Das «Centro» ist nur das eine Standbein von Michele Grassi. Das zweite ist der Catering-Service, den er in den letzten Jahren aufgebaut hat. Und während der Coronakrise hat er den sogenannten «Lasagne-Point» wieder aktiviert. «Die Lasagne läuft am Mittag wirklich gut», meint er. Am Mittwoch, Donnerstag, Freitag und Samstag ist er mit seinem speziell konzipierten Fahrzeug immer an den gleichen Orten anzutreffen. Dank dieser drei Beine habe er es bisher auch geschafft, dass er kein Personal entlassen musste. Rund 14 Personen arbeiten normalerweise in Voll- und Teilzeit im «Centro».

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