Langendorf

Nach 17 Jahren: Arbeiten zum Schutz der Quelle Brüggmoos beginnen

Links das Schützenhaus, rechts die Verbindungsstrasse zwischen Langendorf und Rüttenen.

Links das Schützenhaus, rechts die Verbindungsstrasse zwischen Langendorf und Rüttenen.

Sofern nicht beim Verwaltungsgericht Beschwerde erhoben wird, können die Arbeiten zum Schutz der Quelle Brüggmoos in Langendorf ausgeführt werden.

Die Arbeiten für eine neue Quellschutzzone der Brüggmoos-Quellen können nun ausgeführt werden. Unter dem Vorbehalt, dass nicht Beschwerde beim Verwaltungsgericht erhoben wird. Denn der Regierungsrat hat sowohl den Erschliessungsplan zur Neuausscheidung der Grundwasserschutzzone, als auch die Neuausscheidung selber genehmigt.

Die heutige Grundwasserschutzzone Brüggmoos schützt die Brüggmoos-Quellen der Bürgergemeinde Langendorf, die nebst anderen Fassungen der öffentlichen Wasserversorgung Langendorfs dienen, ungenügend. Die aktuelle Quellschutzzone stammt aus dem Jahr 1981.

Die Schutzzone musste deshalb neu ausgeschieden werden. Aufgrund der Neuausscheidung waren Anpassungen am Wegnetz erforderlich. Die damit verbundenen Landumlegungen – die Bürgergemeinde führte Verhandlungen mit 27 Landeigentümern – und die neu gestaltete Erschliessung sind für die Bürger zu einem beinahe nicht enden wollenden Werk geworden.

Start im Jahr 2001

Mit den ersten Arbeiten hatte man im Jahr 2001 begonnen. Aufgrund einer fehlenden Erschliessung bestimmter Parzellen wurden Einsprachen erhoben. Die Planung musste zurückgenommen und von der Bürgergemeinde umfassend überarbeitet werden.

Eine erste offizielle Vorprüfung fand im Jahr 2012 statt, woraufhin der Schutzzonenplan und das -reglement nochmals überarbeitet und ein Erschliessungsplan erstellt wurden. Eine vertragliche Landumlegung wurde durchgeführt. Dies damit die privaten Eigentümer für den Landverlust aufgrund der Grundwasserschutzzone 1 (S1) gleichwertigen Realersatz erhalten und die landwirtschaftliche Nutzfläche rationell bewirtschaften können.

Kanton zahlt mit

Da die Schutzzone 1 mit einer Hecke abgegrenzt wird, werden bestehende Flurwege unterbrochen, und es braucht eine neue landwirtschaftliche Erschliessung. Diese neue Erschliessung stellt sicher, dass alle Parzellen erschlossen sind und die Durchgängigkeit des Gebietes für Fussgänger gewährleistet ist. Die Bürger genehmigten Ende 2016 einen Kredit von 320'000 Franken für die Landumlegungen und den Wegebau.

Die Bauarbeiten umfassen die Verlegung des Ziegelmattweges und den neuen Flurweg im Heissacker sowie den Rückbau des Zilackerweges in der Schutzzone 2. Von den Kosten sind voraussichtlich 183'000 Franken beitragsberechtigt. Der Regierungsrat will hier für Strukturverbesserungsmassnahmen und Güterregulierungen 25 Prozent oder maximal 45'750 Franken beitragen. Vom Bund sind nochmals 27 Prozent zu erwarten. Nicht beitragsberechtigt, da keine landwirtschaftliche Strukturverbesserung, ist der neue Fussweg entlang der Schutzzone 1.

Zwei Punkte müssen künftig insbesondere beachtet werden. Der neue Verbindungsweg (Ziegelmattweg) kommt in den Gewässerraum des Dürrbaches. Würden dort dereinst Veränderungen vorgenommen (etwa wegen Hochwasserschutz), so hat die Bürgergemeinde alle Umtriebe ohne Entschädigungsanspruch zu dulden und muss eventuell den Flurweg auf eigene Kosten den neuen Verhältnissen anpassen.

Weiter liegt der neue Flurweg auf dem Heissacker teilweise innerhalb des belasteten Standortes «Schiessanlage Langendorf». Deshalb muss vor Baubeginn der betroffene Boden auf dessen Schadstoffgehalt untersucht werden.

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