Subingen
Musikgesellschaft hat Leckeres versprochen und auch geliefert

Hans Blaser
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Die Musikgesellschaft Subingen in Aktion.

Die Musikgesellschaft Subingen in Aktion.

Hans Blaser

Leckerbissen aus aller Welt versprach die Musikgesellschaft Subingen auf ihrem Konzert-Flyer. Die verteilte sie nach klassischem Muster auf zwei Teile. Im ersten eher konzertanten platzierte sie ihr Expertisestück, welches sie beim Musiktag im kommenden Juni in Kriegstetten vortragen will. Es trägt den Titel «Flight Of The Piasa». Es beschreibt weder den Flug eines Vogels aus der realen Tierwelt, noch den eines besonderen Flugzeugs. Piasa ist ein sagenhaftes Flügeltier aus der Mythologie der amerikanischen Ureinwohner. Es bedeutet in ihrer Sprache «Vogel der Menschen verschlingt».

Auf ihren Zeichnungen trägt das furchterregende Geschöpf jeweils einen menschlichen Kopf. Diesen Gegensatz zwischen Monster und Mensch, versucht die Komposition wohl zu vermitteln. So lässt sich der Unterschied zwischen geschmeidigen, also gefälligen Passagen und den rauen, gleichzeitig lauten Teilen erklären. Aus einem anderen Erdteil stammt der Komponist des Eröffnungsstückes. Aber auch er ist trotz Jahrgang 1986 bereits weltweit bekannt.

Der Japaner Naoya Wada schrieb den Konzertmarsch «Nexus For The Future». Seine vier Minuten reichten, um beim Publikum die Erwartungen vollends zu wecken. Besonders wohl in den zweiten Teil, in dem ein Mix aus Unterhaltungsliteratur wartete. Aber eigentlich fing der schon im ersten Teil an. Dort waren im von Paul Murtha unter dem Titel «Eighties Flashback» arrangierten Medley fünf Welthits versteckt. Der amerikanische Komponist und Arrangeur scheute sich nicht, dazu Titel von Michael Jackson, Cyndi Lauper, BonJovi und Joe Cocker zu verwerten.

Auch gesanglich stark

Die MG Subingen hat das Glück in ihren Reihen zwei Musikantinnen zu haben, die auch als Sängerinnen auf beachtlichem Niveau einen Soloauftritt wagen. Die geschmeidige Stimme der Saxofonistin Claudia Flury passte hervorragend zu Stings «Fields Of Gold». Über Bernd Classens Arrangement dazu dürften sich auch die vier Flötistinnen gefreut haben. Sie durften sich dabei in den musikalischen Vordergrund rücken. Sandra Wullschläger tauschte das Cornet für «Fly With Me» mit dem Mikrofon. Ihre eher kühle aber ausdruckvolle Stimme gab dem auch als «Lenass Song» bekannten Titel den nötigen Effekt.

Einer der versprochenen Leckerbissen war sicher «Glenn Miller In Concert». Damit wurde das offizielle Programm abgeschlossen. Dass dabei die MG bei allen fünf Teilen wie eine Big Band klang, spricht für den Arrangeur Paul Murtha. Als Zugabe spielte die MG zunächst «Go Gentle» von Robbie Williams. Ein sanftes Arrangement von Jan van Kraeydonck zu Alvaro Solers «La Cintura» machte den Schluss. Zuvor aber lieferten Claudia Flury und Sandra Wollschläger als Duett einen starken Auftritt bei der zweiten Zugabe. Gefallen hat dabei auch die Begleitung im Frank Bernaerts Arrangement von «When You Belive».