Diesmal war der Jodlerklub Meieriesli Arch dabei, aber auch das Ensemble der Musikschule Bucheggberg, das den Abend eröffnete. Mit sehr viel Engagement sucht ihr Leiter Bernhard Wüthrich die dem aktuellen Können, der aktuellen Besetzung und möglichst dem Anlass angepasste Literatur. Er nimmt sich aber auch die Zeit um sie mit der Gruppe zu üben. Mit einem Medley aus Weihnachtsliedern waren die jungen Menschen natürlich ganz aktuell. Gerne scheinen sie auch «Smoke on the Water» gespielt zu haben.

Gastverein war diesmal der Jodlerklub Meiriesli aus Arch. Er steht unter der Leitung von Werner Sahli. Seinen zwischen beide Teile der Musikgesellschaft geschobenen Block begann er mit «D’Lüt im Dorf» von Kurt Mumernthaler. Schon da, aber erst recht bei Hannes Fuhrers «E Hand voll Heimatärde» wurde die saubere Artikulation und die gepflegte Dynamik deutlich. Ernst Sommers «Wiehnachtsglogge» sang er bewusst in der Version «Abeglogge», wie er es das ganz Jahr verwendet. Mit einem tollen Vortrag von Therese Aeberhards «S’Plange» verabschiedeten sich die Jodlerinnen und Jodler wieder von der Blasmusikgemeinde.

Die Musikgesellschaft Lüterswil – sie steht unter der Leitung von Urs Güdel – beanspruchte im Gegensatz zu den Jodlern die ganze Bühne. Sie begann ihren Auftritt selber mit «Yellow Mountains» von Jacob de Haan. Der Niederländer widmete dieses Musikwerk nicht etwa dem Chinesischen Weltnaturerbe gleichen Namens. Seine Inspiration lag viel näher bei uns.

Die sonnenbeleuchteten Berghänge mit den knallgelben Septemberbäumen des Engadins beeindruckte ihn dermassen, dass er unmittelbar nach seiner Heimreise die Erinnerung in Noten fasste. Weil das Adventskonzert durchaus auch ein Jahresrückblick sein darf setzte die MG auch «Aarwangen» von Carl Wittrock aufs Programm. Diese faszinierende Auftragskomposition war das Wettstück am Kantonalen Musikfest. Es ist also so etwas wie Abfall für die Lüterswiler. Ein Abfall allerdings, den sie sauber aufbereitete, so das noch etwas von der guten Platzierung hörbar blieb. Wenig übrig blieb jedoch vom Andante, dem Mittelsatz aus Mozarts C-Dur Klavierkonzert im Randy Beck-Arrangement von «Elvira Madigan».

Die Zwiesprache zwischen dem Cornet und dem Altsaxofon putzte die eigentlich recht brave Instrumentation von Andrew Duncan in «Highland Cathedral» etwas heraus. Über weite Strecken recht dünn instrumentiert hat Wesley Brown sein Arrangement. Aber dieses „Bajuschki Baju“ ist ja auch ein fremdländisches Wiegenlied. Es scheint als ob die Lüterswiler die feinen Töne entdeckt hätten. Denn auch Karel Svobodas «Drei Haselnüsse für Aschenbrödel» kamen eher getragen daher. Dabei hatte jedoch auch Mario Bürki noch seine Hände im Spiel. Er kann genau so gut arrangieren wie er komponieren kann. Alles musikalisch umgesetzt hat aber der Dirigent. Und den sollte man – weder hier bei Lüterswil –  noch ganz allgemein nicht unterschätzen.