Langendorf
Musikalische Reise auf der Route 66

Die Concertband spielte zwei Mal vor ausverkauftem Haus. Musikalisch ging es nach Amerika.

Merken
Drucken
Teilen
Petra Wydler singt, die Concertband Langendorf spielt, dem Publikums gefällts.

Petra Wydler singt, die Concertband Langendorf spielt, dem Publikums gefällts.

zvg

Unter dem Motto «CBL on the Route 66» nahm die Concert Band Langendorf unter der Leitung von Bandleader Matt Stämpfli die Besucher mit auf eine der berühmtesten Strassen der Welt. Die Moderation war eingebettet in eine «Band-Tour». Während die beiden Roadies, schauspielerisch frisch und frech dargestellt von Christoph Bäni und Roger Scheidegger, von ihren Erlebnissen auf der «Route 66-Tour» erzählen, passiert den beiden das eine oder andere Missgeschick. Der gelungene Mix aus professionellen Lichteffekten (Bruno Wüthrich, Peter Schnetz) und ausgeklügeltem Sound (Phipu Gerber, Stefan Uecker, Roger Fasolin) – dazu ein professioneller Catwalk – bot die Basis für eine grandiose «Country-Show».

Uraufführung von George Hug

George Hug ist ein Urgestein der Country Szene und gehört seit über 30 Jahren zu den beliebtesten Schweizer Country-Musikern. Auf der «Mother Road» von Chicago nach Los Angeles begleitete er die CBL durch berühmte Country-Melodien. Mit «Achy Breaky Heart» animierte er das Publikum gleich zu Beginn der Show zum Mitsingen und Klatschen. Die Gäste kamen in den Genuss der Uraufführung des von ihm komponierten Werks «I Want To Go To Nashville». Er erzählte zudem über das Leben von Johnny Cash und interpretierte mit der Band ein Medley seiner bekanntesten Melodien.

Die aufstrebende Sängerin Petra Wydler brillierte mit Ihrer Vielfältigkeit in «Halleluja I Love Her So», «I Believe I Can Fly», «Drift Away» und «American Trilogy» – letzteres notabene ein Klassiker von Elvis Presley. Das gefühlvolle Duett «It’s Your Love» mit George Hug bei Kerzenschein verzauberte und lud zum Träumen ein. Während dem ganzen Konzert wurden Petra Wydler und George Hug im Background von Dominique Lüthi eindrucksvoll und mit viel Charme unterstützt.

In instrumentalen Darbietungen überzeugte die Band mit ihrem breiten Spektrum. Mal feinfühlig in «Hotel California», mal erfrischend knackig in «California Girls» und «Benny Goodman Memories».

Gelungene Soli

Dass die CBL routinierte Musikerinnen und Musiker hat, bewiesen die durchweg gelungenen Solo-Passagen von Beat Fürholz (Saxophon), Lukas Bleuer (Guitar) und Andreas Bachman (Piano). Und dass der Bandleader Matt Stämpfli auch als Sänger durchaus talentiert ist, überraschte und erfreute das Publikum gleichermassen.

Besonders faszinierend war das «Cross Over»-Zusammenspiel der CBL mit der Violinistin und Singer/Songwriterin Mala. Ihr Fiddelspiel in «Red Haired Boy From Louisville» aus ihrer Feder und «Copperhead Road» passte perfekt zum Showthema.

Zur tollen Bühnen-Show gehörten natürlich auch optische Highlights: Die Rodeo-Linedancers Berner Oberland (Leitung und Choreographie: Sylvia Mathys) setzten die Songs auf dem Catwalk tänzerisch vielfältig um. Im Western-Outfit zeigten sie mal mehr und mal weniger Haut. Spätestens bei «Wagon Wheel» und «Take Me Home Country Roads» war das Publikum vollends verzückt. (mgt)