Musikgesellschaft Subingen
Musik, Gesang und Geschichten

Für einmal begrüsste der Samichlaus vor der Kirche die Freunde der Musikgesellschaft Subingen (MG). 15 Personen zählt diese im Moment – fast jeder ist hier ein Solist auf seinem Instrument.

Agnes Portmann-Leupi
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Flötistin Julia Lehmann.

Flötistin Julia Lehmann.

Agnes Portmann-Leupi

Dirigent Martin Lehmann hatte auch in diesem Jahr die passende Literatur für die kleine Besetzung und das traditionelle Kirchenkonzert im Advent gefunden. Mit dem Satz «Chaconne» aus der «First Suite in Es» von Gustav Holst eröffnete die MG das abwechslungsreiche Konzert.

Die Melodie beginnt mit einzelnen Instrumenten und findet den Weg übers ganze Orchester bis hin zu einem klangvollen Fortissimo im Finale. Tiefgründig hörte sich die stimmungsvolle Musik «Theme From Schindler’s List» von John Williams an.

Einfühlsam begleitete die MG die Sängerin Claudia Flury – auch Saxofonistin – im Song «Over The Rainbow». Sie entführte mit ihrem Gesang wunderschön in die märchenhafte Welt irgendwo jenseits des Regenbogens. Nicht minder faszinierte sie mit dem Lied «The Rose», das mit einem «Golden Globe» für den besten Filmsong ausgezeichnet wurde.

Soli fanden grossen Beifall

Zum Kirchenkonzert der MG gehören auch heitere Geschichten. Unterhaltsam erzählte Lena Bauer vom alten Weihnachtsbaumständer mit Drehachse, der sich plötzlich immer schneller bewegte. Mit der Folge, dass das Lametta durch die Luft schwebte, die Kugeln an den Wänden zerplatzten, der Baum schliesslich kippte und auf das kalte Buffet fiel. Oder vom Eselchen, das sich vom Samichlaus trennte und dem Verhungern nahe merkte: «Ich bin ein Esel.»

Zwei Musikerinnen begeisterten anschliessend mit ihren Soli in der Komposition von «Four Watercolours». Béatrice Ryser auf der Klarinette im Satz «No. 1 Idyll» und Julia Lehmann auf der Flöte im Satz «No. 3 Lullaby». Dem Publikum gefielen das rhythmische «Amen», das «Chasing Pavements», geprägt von Adeles Trennungsschmerz sowie das wehmütige «Tears in Heaven», welches Eric Claptons Trauer nach dem Verlust seines vierjährigen Sohnes behandelt.

Drei Zugaben klatschte sich das Publikum nach dem offiziellen Schluss heraus. Vorerst Peter Rebers liebliches «E Vogel ohni Flügel», das zur Tradition gewordene «Ave Maria», gesungen von Claudia Flury, und schliesslich klangfüllend aus allen Kehlen «Stille Nacht».

Vor der Kirche verhalfen der Samichlaus und seine Helfer mit Mandarinen, Zopf und Glühwein zum gemütlichen Ausklang.