Biberist
Mitwirkungsanlass zur Erweiterung des Gestaltungsplans von Coop

Die Bevölkerung ist aufgerufen, sich an einer öffentlichen Mitwirkung zu beteiligen. Somit geht der geplante Ausbau des Coop in Biberist in die nächste Runde.

Patric Schild
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Lieferanten müssen heute beim Coop Biberist mit engen Platzverhältnissen zurechtkommen.

Lieferanten müssen heute beim Coop Biberist mit engen Platzverhältnissen zurechtkommen.

Rahel Meier

Der geplante Ausbau des Coop in Biberist geht in die nächste Runde. Am Dienstagabend war die Bevölkerung aufgerufen, sich an einer öffentlichen Mitwirkung zu beteiligen. Das Ziel des Grosshandelsunternehmens ist eine Erweiterung des bestehenden Gestaltungsplanes. Am heutigen Coop selber gibt es keine Veränderung.
Die Erweiterung betrifft die direkt südwestlich an den Gestaltungsplanperimeter angrenzenden Parzellen. Alle Bereiche weiter vorne sind nicht von den geplanten Änderungen betroffen. Die vom Projekt tangierten Grundstücke wurden durch Coop erworben. Die darauf bestehenden Bauten und Anlagen werden vollständig zurückgebaut.
Eine Problematik betrifft die Lagersituation. Das Lager soll ausgebaut und optimiert werden. Im Obergeschoss des neuen Gebäudes soll es zudem zu Erweiterungen der Büroräumlichkeiten kommen. Auch eine leichte Vergrösserung der Verkaufsfläche um rund 200 Quadratmeter ist geplant. Im Vordergrund steht allerdings der Wille, die Anlieferungssituation zu verbessern. So betrifft die wichtigste Änderung den Bau von zwei neuen Andockstellen für die Lastwagen, da die heutige Situation suboptimal ist. Grund dafür ist, dass beim Manövrieren teilweise benachbarte Grundstücke tangiert werden.
Der Anbau ist im Vergleich zu den heutigen Andockstellen leicht zurückversetzt. Zulässig wäre dort auch eine Überdachung. Da das Bauprojekt noch nicht geplant ist, ist dieser Punkt noch offen. Der gesamte Anbau darf aber maximal bis zu 5 Meter an die Parzellengrenze herangebaut werden. «Die Neuüberdachung darf nicht so weit nach vorne kommen wie das bestehende Gebäude», erklärt Uriel Kramer, Präsident der Bau- und Werkkommission (BWK).
Denn das jetzige Haus, welches später rückgebaut wird, hat knapp 4 Meter Abstand zum Mühlenweg. Die BWK gibt mit der maximalen Ausdehnung und Höhe aber die Leitplanken vor. So sind die Baukörper in der Höhe abgestuft zu erstellen und dürfen höchstens 7.5 und 10.5 Meter hoch sein, damit sie zu den umliegenden Gebäuden passen. Als Abgrenzung zum Wohngebiet ist später zudem eine Fusswegverbindung mit der Gutenbergstrasse sowie ein 2.5 Meter breiter und bepflanzter Grünstreifen vorgesehen.
Fragen warf auch das zukünftige Aussehen des Anbaus auf, und ob dieser ins Gesamtbild passen werde. Hier konnte Entwarnung gegeben werden. Im Gestaltungsplan wurde festgehalten, dass Coop bei der Südwestfassade gestalterische Rücksicht auf die Nachbarschaft nehmen muss. «Sie dürfen dort nicht einfach eine rohe Betonfassade ohne Fenster realisieren», sagt Kramer.
Wie die Endgestaltung des Gebäudes aber tatsächlich aussehen wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar. Dies werde sich schliesslich anhand des Baugesuches zeigen, das voraussichtlich in rund einem Jahr vorliegen wird. Im besten Fall könne dann mit dem Neubau im Herbst 2020 begonnen werden. Realistischer sei allerdings ein Baubeginn auf 2021.

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