Luterbach
Mitwirkung am Gestaltungsplan Biogen wurde genutzt

Acht Mitwirkungen trafen bis Montagabend auf der Gemeindeverwaltung von Luterbach ein. Das Ansiedlungsprojekt des amerikanischen Biotechunternehmens Biogen bleibt auf Kurs.

Urs Byland
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Eine Visualisierung des Projekts.

Eine Visualisierung des Projekts.

zvg

Das Programm für die Milliarden-Ansiedlung des amerikanischen Biotechunternehmens Biogen ist dicht getaktet. Am Montag endete die 10-tägige Mitwirkungsfrist für den Kantonalen Gestaltungsplan Biogen sowie den kommunalen und kantonalen Teilzonen- und Erschliessungsplan. «Wir sind nicht päpstlicher als der Papst und werden auch noch Mitwirkungen, die heute früh eintreffen, mitnehmen», sagt Gemeinderat Jürg Nussbaumer, Ressort Planung und Umwelt. Wichtig sei es, dass sich die Bevölkerung zum Projekt äussern könne. Es werde sich dann zeigen, welche Mitwirkungen eine Relevanz erhalten.

Bereits am Dienstag Nachmittag will sich Nussbaumer mit dem Ortsplaner Reto Affolter treffen und die bisher acht eingereichten Mitwirkungen vorbesprechen. «Es ist schön, dass sich so viele Interessierte gemeldet haben, das ist eine Seltenheit», so Nussbaumer. Substanziell richten sich die Mitwirkungen, eingereicht von Einzelpersonen sowie einem Unternehmen, nicht gegen das Projekt der Firmenansiedlung. «Bedenken werden vor allem zu den Begleitumständen etwa während der Bauphase in Bezug auf Lärm, Zufahrten oder Arbeitszeiten angemeldet.»

Diese müssten dann im Rahmen des Baugesuchs geäussert werden. «Es ist aber schon gut, diese Bedenken jetzt zu äussern. Wir können diese weiterleiten an den Kanton und die Bauherrschaft. Eventuell tauchen sie dann bereits im begleitenden Raumplanungsbericht auf und der Kanton weiss, dass er in diesen Punkten sensibel zu handeln hat.»

Andere Mitwirkungen betreffen nicht das Projekt, sondern beispielsweise die Jurastrasse, die mit Trottoirs versehen werden solle. Auch ein Verschieben der Freileitung steht auf der Wunschliste von Mitwirkenden. «Hier werden wir abklären, wann der richtige Zeitpunkt ist, diese Anliegen einzubringen, und die Mitwirkenden informieren.»

Zuerst Gemeinde, dann der Kanton

Kaum endet die Vorbesprechung wird heute Abend Jürg Nussbaumer die vorberatende Planungs- und Umweltkommission ins Bild setzen, welche einen Antrag für die nächste Gemeinderatsitzung formulieren muss. Die Sitzung findet am kommenden Montag statt. Der Gemeinderat als Planungsbehörde wird die Mitwirkung entscheiden. Im Normalfall käme es danach zur Auflage. Weil aber der Kanton mit involviert ist, gehen die Pläne zuerst dorthin. Danach erfolgt die Auflage des Gestaltungsplans Biogen, des Teilzonen- und Erschliessungsplans Attisholz Süd sowie der Wasser- und Abwasserpläne.

Das Programm ist ambitioniert. Bisher ziehen alle am gleichen Strick. Ein weiterer Stein, der aus dem Weg geräumt werden muss, ist nach der Auflage des Gestaltungsplanes das konkrete Baugesuch. Erfolgt dessen Bewilligung, kann gebaut werden.