Langendorf

Mitten im Dorf ist eine Biodiversitäts-Oase entstanden

Zwischen der Zufahrt zur Migros Langendorf und der Bushaltestelle ist ein naturnaher Schaugarten entstanden.

«Willkommen im kleinsten Wildtierpark der Region mit einem Fünf-Sterne-Hotel für Insekten.» Mit diesen Worten begrüsste Martin Sollberger (Präsident Umweltschutzkommission Langendorf, USK) eine kleine Gästeschar gleich neben der Bushaltestelle «Ladedorf». Die USK sei stolz auf den kleinen naturnahen Schaugarten, der zwischen der Bushaltestelle und der Zufahrt zum Migrosparkplatz realisiert wurde. Mit dem Projekt «natürlich Langendorf» versuche man die Biodiversität im Dorf zu fördern. Dies sei eine direkte Folge des Naturinventars. Bei dessen Erhebung habe man festgestellt, dass es im Dorf nur noch wenig Grünflächen gebe. So habe man damit begonnen punktuell gemeindeeigene Flächen zu renaturieren. Man hoffe zudem, dass auch die Einwohner Gärten oder Balkone naturnah bepflanzen werden. Ganz nach dem Motto «jeder Quadratmeter zählt».

Die Gemeinde habe die Bestrebungen der USK immer unterstützt und auch die Mitarbeiter des Werkhofes hätten von Beginn weg positiv reagiert. Sollberger erwähnte zudem die Migros Aare, die einen namhaften Beitrag gesponsert habe und cumnatura, eine Gartenbaufirma aus Langendorf, die vor allem mit ihrem Fachwissen unterstützte.

Der Schaugarten spreche für sich. An sieben Stationen stehen Informationstafeln. «Wir haben hier Ruderalflächen, Wildsträucher und Wildblumen.» Was fehle, sei ein Biotop. «Wir hoffen aber, dass wir das auch noch bauen können.» Die Natur entwickle sich nur langsam und so sei Geduld gefragt. In einem Jahr werde der Platz bereits wieder komplett anders aussehen. Zudem werde der südliche Teil des Platzes 2021 ebenfalls naturnah umgestaltet.

Ein kleines, aber wichtiges Projekt

«Es gibt nicht den Menschen da und die Natur dort. Mensch und Natur gehören zusammen», meinte Gemeindepräsident Hans-Peter Berger. Deshalb müsse der Mensch vermehrt Sorge tragen zur Natur. «Das Projekt hier ist zwar nur ein kleines, aber doch ein wichtiges, mitten im Dorf.» Die Lebensräume der Tiere müssten wieder vermehrt vernetzt werden. Dabei gehe es nicht nur um Wildtierkorridore und die grossen Tiere. Sondern auch um Kleinlebewesen, die man im Alltag oft gar nicht wahrnehme.

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