«Unser Mittagstisch für Schülerinnen und Schüler ist mit 30 Heranwachsenden geradezu furios gestartet», berichtete Gemeindepräsident Bernhard Jöhr im Gemeinderat. Gerechnet hatte die Planungsgruppe mit 12 bis 15 Kindern. Das Haus am Pfarrweg 4, in dem die Gemeinde aus Platzgründen das obere Stockwerk als Aufenthalts- und Ruheraum noch dazu gemietet habe, vermittle einen gemütlichen Eindruck. «Die Kinder wirken zufrieden und glücklich, und die Betreuerinnen machen ihre Arbeit ausgezeichnet», so Jöhr.

Den Vertrag mit dem Eigentümer hat die Gemeinde Messen abgeschlossen, und der Schulverband beteiligt sich in Höhe von 1000 Franken plus Nebenkosten zur Hälfte am Mietpreis. Zudem ist eine Anschubfinanzierung des Bundes beantragt. Der Gemeinderat begrüsste, dass der Schulverband die Räumlichkeiten am freien Nachmittag für den Musikunterricht nutzen will.

Prägend fürs Dorfbild: Baum bei der Kirche

So lange man sich in Messen erinnert, gehört ein Baum neben die Kirche. Die jetzige, dekorative Blutbuche ist zu einem Riesenbaum herangewachsen, der mit seinen Zweigen das Kirchendach und mit seinen Wurzeln das Mauerwerk bedrängt. Die Kirchgemeinde Messen hat nun bei der Gemeinde «vorgefühlt», wie man sich gegenüber «Erhalt oder Fällen» stellt. Die Anfrage initiierte die Denkmalpflege, die längerfristig eine Gefahr für Turm und Kirche erkennt. Der Rat war sich bewusst, dass der Baum im Kirchenensemble prägend fürs Dorfbild ist. Doch inzwischen sei er übermächtig und verdecke Kirche und Turm. Zudem sei in den letzten Jahren in seine Erhaltung viel Geld an «Baumdoktoren» geflossen. Schweren Herzen entschied sich der Rat, dem Grundsatzentscheid der Kirchgemeinde zuzustimmen. Aber: Nach der Fällaktion soll ein Ersatz gepflanzt werden.

Ortsplanung geht in die nächste Runde

Zum Start der Ortsplanung hat die Gemeindeversammlung im Juni das räumliche Leitbild verabschiedet. Herausgelöst und separat zu behandeln sind die beiden Teilleitbilder «Zone für öffentliche Bauten und Anlagen» sowie «Innenentwicklung und Verdichtung». Betraut mit der Erarbeitung sind Uriel Kramer (Ingenieur, Büro W+H) und Architektin und Planerin Susanne Asperger. Sie wird sich mit dem Problem «Verdichtung» beschäftigen und Wege aufzeigen, wie landwirtschaftlich nicht mehr genutzte Gebäude neuen Nutzungen zugeführt werden können. Jöhr bezeichnete die Teilung der Kapazitäten im Planungsbereich wegen des engen Zeitrahmens als ideal. Das bereits bewilligte Kostendach von 150'000 Franken werde trotz der beiden notwendigen Spezialkredite nicht überschritten, war sich der Rat einig.