Gemeindepräsident/innen
Mitfahrbörse soll schon bald starten

Buchegg Die Gemeindepräsident/innen sind begeistert von der neuen Möglichkeit

Rahel meier
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Hanspeter Bärtschi

Die Gemeindepräsidenten möchten ein zweijähriges Pilotprojekt mit «PubliRide» lancieren. Die Finanzierung für das Jahr 2016 würde von der Repla und der VGGB (Vereinigung Gemeindepräsidentinnen und Gemeindepräsidenten Bucheggberg) getragen. Das zweite Jahr müsste dann durch die Gemeinden finanziert werden. Bei 12 500 Franken Betriebskosten macht dies 1.63 Franken pro Einwohner. Die Gemeindepräsidenten nehmen das Geschäft deshalb so schnell wie möglich in ihre Gemeinderäte. Der Betrag der Repla steht an der Delegiertenversammlung am 21. März zur Diskussion und muss dort ebenfalls noch abgesegnet werden. Sind alle einverstanden, dann könnte PubliRide schon Anfang Mai starten.

Fahrgemeinschaften bilden

PubliRide ist ein Angebot von Postauto. Es handelt sich dabei um eine Plattform, die Fahrgemeinschaften zusammenführt. Konkret können sich Fahrerinnen und Fahrer anmelden, die mit dem Auto unterwegs sind und Mitfahrende mitnehmen könnten. Auf der anderen Seite können sich Personen melden, die einen Fahrdienst suchen. Merkt das System, dass Angebot und Nachfrage übereinstimmen, dann werden die beiden Personen zusammengebracht. Das Angebot kann via Smartphone oder Computer genützt werden.

Dass PubliRide im Bucheggberg eingeführt werden soll, ist eine konkrete Folge des Projektes ELaRES (Entwicklung ländlicher Raum). Matthias Reitze (Co-Geschäftsführer Repla Espace Solothurn) informierte die Bucheggberger Gemeindepräsidenten über die Projekte, die sich aus der Veranstaltung «Üse Buechibärg» vom letzten Februar ergeben haben. Drei Projekte wurden effektiv weiterverfolgt.

Eines steht unter dem Titel «Energie». Gesucht wurde nach Potenzial für eine regionale Wärmeverbundlösung. «Eine regionale Lösung ist nicht machbar», so Reitze. Immerhin habe sich ein lokales Projekt ergeben: Eine Anlage, die gemeinsam mit der Bürgergemeinde, im Unterdorf in Hessigkofen realisiert werden könnte. Die zweite Idee, die sich aus einer Arbeitsgruppe ergab, die über Immobilien und Bauland diskutiert hat, ist ein Baukultur-Preis, der alle zwei bis drei Jahre an gute, pragmatische und originelle Architektur im Bucheggberg vergeben werden könnte.

Konkret weiterverfolgt wird aber das Ergebnis der Arbeitsgruppe «Mobilität». PubliRide sei interessant, weil es von Postauto begleitet werde. Die Mitfahrbörse und der öffentliche Verkehr würden sich nicht konkurrenzieren, sondern ergänzen, erklärte Reitze. Tatsächlich zeigten sich auch die Gemeindepräsidenten begeistert von dieser Idee. «Im äusseren Wasseramt und im Unteren Leberberg zeigt man sich auch interessiert», so Roger Siegenthaler (Gemeindepräsident Lüterkofen und Präsident Repla).

Positives Fazit

Reitze zog ein positives Fazit aus ELaRES, das bisher nur im Bucheggberg erprobt wurde. «Wir haben einen ersten Meilenstein für die weitere Regionalentwicklung gesetzt, obwohl unsere Mittel finanziell und zeitlich begrenzt sind.» Innerhalb des Bucheggberges hätten sich Wissensnetzwerke entwickelt. «Der Erfolg der Projekte hängt nun vom Engagement aller Beteiligten ab», so Reitze weiter. Regionalentwicklung sei ein langwieriger Prozess, den die Repla aber auch künftig begleiten wolle.