Ein Teil der Bucheggberger Gemeinderäte hat bereits über das Projekt «PubliRide» diskutiert. Ausser Lüterswil-Gächliwil, das nicht mitmachen will, und Buchegg, das noch nicht darüber gesprochen hat, sind die meisten Gemeinderäte positiv eingestellt.

Anja Benesch (PostAuto Schweiz AG) stellte «PubliRide» an der Konferenz der Gemeindepräsidentinnen und -präsidenten (VGGB) etwas ausführlicher vor. «Der Bucheggberg ist prädestiniert für dieses Angebot», meinte sie. Die Möglichkeit der Mitfahrbörse sei eine Ergänzung zum öffentlichen Verkehr, keine Konkurrenz.

Zudem stärke es die Identität im Bezirk, weil man sich gegenseitig helfe. Benesch machte auf die Unterschiede zwischen der Gratisplattform «flinc» – auf der man Mitfahrgelegenheiten anbieten und suchen kann – und «PubliRide» vor.

Mit der eigens für den Bucheggberg kreierten Homepage grenze man den Bereich der Nutzerinnen und Nutzer zwar etwas ein, man habe aber einen besseren Überblick über die Mitglieder der Gruppe, weil man sich registrieren muss. «Und selbstverständlich können sie trotzdem Fahrten ausserhalb des Bucheggberges anbieten oder suchen», so Benesch. Auf der Plattform von flinc würden nur die Mitfahrgelegenheiten angezeigt. «PubliRide» zeige sowohl die Mitfahrgelegenheiten als auch die Möglichkeiten des öffentlichen Verkehrs für die gewünschte Strecke an.

Wieso zahlen für die Homepage?

In der Diskussion fragten sich einige, wie man die App auf dem Handy nützen könne, wenn man sich in einem der berühmten Funklöcher im Bucheggberg befinde. Andere fanden, die Kosten von total 48 000 Franken für den Pilotversuch seien zu hoch, wenn es eine Gratisplattform gebe die fast den gleichen Service biete. Der grösste Teil der Anwesenden fand aber, dass man bei der Pilotphase von zwei Jahren mitmachen sollte. «Wir können nachher immer noch sagen, wir lassen es sein.» Die Homepage sollte bis zum 8. Mai aufgeschaltet werden. Dann findet der slowUp Buchegg statt, und dies wäre eine ideale Plattform, um Werbung für das Angebot zu machen.

Roger Siegenthaler (Lüterkofen, Präsident Repla) machte darauf aufmerksam, dass es Bestrebungen gebe, im nächsten Jahr auch das äussere Wasseramt und den Leberberg mit «PubliRide» zu vernetzen. «Dann behalten wir aber die Bucheggberger Homepage.»

Die Homepage von Pro Buechibärg wird ebenfalls komplett erneuert und sollte Mitte April aufgeschaltet werden. Dann kann auch «Guidle» die gemeinsame Veranstaltungs-Plattform starten. Die Arbeiten seien auf Kurs, erklärte Bernhard von Allmen (Geschäftsführer Pro Buechibärg).

Die Gemeindepräsidenten haben zudem entschieden, dass der VGGB 10 000 Franken für das Jubiläum 625 Jahre Bucheggberg, das im Juli gefeiert wird, spricht. «Dafür gibt es keine Bettelbriefe mehr an die einzelnen Gemeinden», erklärt Herbert Schluep. Vreni Meyer informierte als Präsidentin des Schulverbandes A3, dass die Schulsozialarbeit nach zwei Jahren definitiv eingeführt werden soll. «Wir haben gute Erfahrungen gemacht.» Die Stelle sei mit 60 Prozent dotiert.