Mofa-Tour
Mit Puch Maxi und Sachs Pony an die Nordsee und zurück

Der Hubersdorfer Kevin Hess ist mit vier Freunden einmal mehr durch Europa getourt – mit dem Töff. Insgesamt legten die fünf 2408 km in 12 Tagen zurück.

Corinna Haag
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Alle Fünf beim Start in Hubersdorf
18 Bilder
Von Hubersdorf über Amsterdam bis nach Den Helder und zurück
Eines der für die Niederlande typischen Windräder
Endlich geschafft! Das war der Strand in Den Helder
Ganz schön viel Material hatten die Fünf dabei
Endlich in den Niederlande angekommen
Ein Glück hatten die Fünf eine gute Regenausrüstung dabei
Manchmal hatten sie die Strassen ganz für sich
Vor der Luxemburgerischen Landesbank
Mittels der Karten wurde der weitere Weg besprochen
Ein Töffli mit Anhänger
Auch die Schweizer Fähnli fehlten nicht auf der Reise

Alle Fünf beim Start in Hubersdorf

Zur Verfügung gestellt

Seit Mittwoch ist Kevin Hess wieder zurück in Hubersdorf. Der 23-Jährige, der letztes Jahr mit seinem Puch Maxi bis nach Barcelona reiste, hat sich dieses Jahr ein anderes Ziel vorgenommen. Etwas weniger Kilometer, weil etwas weniger Zeit: statt der letztjährigen drei waren er und seine Freunde Adrian Egli (49), Böbbu (50), Thomas Habegger (39) und Marcel Hummel (46) dieses Jahr nur knappe zwei Wochen unterwegs. Und statt in den Süden zog es sie in den Norden – nach Den Helder an der Nordsee, ca. 80 km von Amsterdam entfernt.

Mit drei Puch Maxi und zwei Sachs Pony Mofas, drei Anhängern, einer kompletten Campingausrüstung und Schweizerfähnchen machten sich die Fünf auf die Tour in Richtung Niederlande.

«Die Reise an sich war cool, nur das Wetter hat nicht immer mitgemacht», bringt Kevin Hess seine diesjährige Reise auf den Punkt. Auf die Frage hin, ob das Wetter für die Töffs ein Problem war, meint er lakonisch: «Nein, nicht so sehr für die Fahrzeuge, als vielmehr für unsere Stimmung». Kälte und Regen haben die Fahrt ab und an etwas mühsam gemacht.

DIY-Reparaturen, vier Länder in 12 Tagen und Benzin in Kanistern

Auch sonst lief dieses Jahr leider nicht ganz alles rund. «Ein Kollege musste den Motor auswechseln, sonst hatten wir nur mit Zündkerzen, Zündspulen und sonstigen Kleinigkeiten zu kämpfen. Aber glücklicherweise konnten wir alles selbst reparieren», meint Hess.

Los ging es in Hubersdorf, den ersten Zwischenstopp gab es in Saverne in Frankreich, weiter gings über Saarbrücken in Deutschland nach Vianden in Luxembourg. Auch für einen Abstecher in die Hauptstadt Luxembourgs nahmen sich die Fünf Zeit. Dann führte sie ihre Reise über Echtz zurück nach Deutschland und von da in die Niederlande nach Reek bis Amsterdam. Da blieben sie zwei Tage. Kevin Hess und ein Kollege fuhren dann noch weiter nach Den Helder.

«Das mussten wir einfach noch machen. Wir sind an einem Tag hoch gefahren, haben uns zwar noch etwa drei mal verfahren und fuhren so ca. 130 km statt der eigentlichen 80 km. Aber das hat sich gelohnt», erzählt Kevin stolz. «Orientiert haben wir uns an den Fahrradwegen, die waren super ausgeschildert und führten nicht immer der Strasse entlang.»

Derweil schauten sich die verbliebenen Drei Amsterdam an, bevor es dann wieder auf den Rückweg ging. Dieser führte die Mofa-Truppe über Nijmegen nach Siersbourg in Rehlingen. Von da aus noch nach Kehl in Süddeutschland zurück nach Hubersdorf.

Im Schnitt fuhren sie etwa 200 km pro Tag. Das ist viel für Mofas und es verwundert auch nicht, dass jeden Tag getankt werden musste. «Ich hab zwei Tanks, da passen 6.2 Liter rein, das reichte meist für etwa 250 km, was aber dann schon oberste Grenze war. Einer der Mitfahrer, der keinen zweiten Tank hatte, musste sich mit Kanistern behelfen, die jeweils gefüllt wurden und in einem der Anhänger verstaut waren».

Drei der fünf Mofas waren mit Anhänger ausgestattet. An die anderen wurden einfach Hängetaschen geschnallt. Platz hatte es dennoch genügend für alles – von Zelt über Campingkocher bis zu den Taschen.

Auf die Frage, ob es lustige Begegnungen gab, meint Kevin Hess lachend: «Ja, die Mofas sorgten auf alle Fälle immer für Gesprächsstoff, egal ob auf den Campingplätzen oder sonstigen Rasten.» Einmal sei sogar einer mit der Kamera neben ihnen hergefahren und habe sie gefilmt. Was der allerdings mit dem gefilmten Material mache, weiss der Hubersdorfer nicht.

Wert war die Reise allemal. Für nächstes Jahr ist noch nichts geplant, dass es aber wenn dann wieder Richtung Süden gehen wird, ist mehr oder weniger klar. Das Wetter ist dort halt schon um einiges sicherer.