Eishockey

Mit komplett neuem Team: Der EHC Zuchwil will nach der harten Landung durchstarten

Vordere Reihe von links: Flavio Müller, Siro Müller, Michael Widmer, Bruno Hebeisen (Trainer/Headcoach), Hansruedi Kilchenmann, Michael Imboden, Loris Trotter, Peter Neuhaus, (Materialverwalter). Mittlere Reihe (v. l.): Walter Ulrich (Präsident), Marc Pfister, Remo Loosli, Michael Ruchti, Nick Schär, Kevin Zollinger, Philip Käppeli, Marco Dick, Hansruedi Siegenthaler, (Video und Betreuer). Hinten (v. l. ): Samuel Ris, Fabian Bürgin, Eric Fankhauser, Raphael Blunier, Fabian Hess, Andreas Binkert. Es fehlen: Yannick Althaus, Raphael Kohler, Marco Kummer, Ramon Lüthi, Gian Marco Sgier, Rebekka Liechti (Sommertrainerin – Masseurin).

Vordere Reihe von links: Flavio Müller, Siro Müller, Michael Widmer, Bruno Hebeisen (Trainer/Headcoach), Hansruedi Kilchenmann, Michael Imboden, Loris Trotter, Peter Neuhaus, (Materialverwalter). Mittlere Reihe (v. l.): Walter Ulrich (Präsident), Marc Pfister, Remo Loosli, Michael Ruchti, Nick Schär, Kevin Zollinger, Philip Käppeli, Marco Dick, Hansruedi Siegenthaler, (Video und Betreuer). Hinten (v. l. ): Samuel Ris, Fabian Bürgin, Eric Fankhauser, Raphael Blunier, Fabian Hess, Andreas Binkert. Es fehlen: Yannick Althaus, Raphael Kohler, Marco Kummer, Ramon Lüthi, Gian Marco Sgier, Rebekka Liechti (Sommertrainerin – Masseurin).

Der EHC Zuchwil Regio startet nach dem Rückzug aus der 1. Liga nun ganz unten in der 4. Liga mit einem komplett neuen Team in die neue Saison.

Am Samstag startet der EHC Zuchwil Regio um 17 Uhr mit dem immer heiss umkämpften Derby gegen Brandis in die neue Eishockeysaison. Doch diesmal ist alles ein wenig anders. Es ist die zweite Mannschaft der Emmentaler, die im Sportzentrum antreten wird. Zuchwil spielt jetzt nämlich in der 4. Liga. Im vergangenen Winter gehörte Zuchwil Regio noch zu den drei besten Amateurmannschaften des Schweizer Eishockeys. Es war also ein bitterer Moment, als Walter Ulrich im vergangenen Frühling nach dem Abschluss der Finalspiele den Rückzug aus der 1. Liga bekannt gab. Das Verdikt des Verbandes: Zuchwil darf nicht wie gewünscht in der 2. Liga weiterfahren und muss jetzt ganz unten, in der 4. Liga neu beginnen.

Die Freude ist wieder da

Nach 28 Jahren in der Vereinsleitung, davon die letzten 20 Jahre als Präsident, sei er nahe dran gewesen, das Demissionsschreiben abzuschicken, blickt Ulrich zurück. Dann wurde er von der Generalversammlung zum Ehrenpräsidenten gewählt und die Freude sei zurück. «Ich bin wieder mit Herzblut dabei und es ist interessant, etwas ganz Neues aufzubauen. Alle stehen hinter dem neuen Konzept. Wir backen kleinere Brötchen, aber wir denken langfristig.»

Seine Meinung hat Walter Ulrich indes nicht geändert: «Ich bin weiterhin überzeugt, dass der Entscheid richtig war. Die Auflösung der Zentralgruppe der 1. Liga ist und bleibt eine Katastrophe. Es bringt dem Verein nichts, wenn wir gegen Bellinzona oder Frauenfeld spielen. Burgdorf oder Lyss wären interessante Gegner. Aber der Verband hat das für uns unmöglich gemacht.»

Und so muss Zuchwil Regio nun in den Niederungen der 4. Liga neu beginnen. Trainiert wird die komplett neu zusammengestellte Mannschaft von Bruno Hebeisen. Der 50-Jährige ist ein Zuchwiler Urgestein und spielte früher selbst mit dem Fanionteam in der 1. Liga. Zuletzt war Hebeisen Trainer beim EHC Belp.

Ein Glücksfall sei es gewesen, dass der SC Langenthal seine zweite Mannschaft aufgelöst hat, meint Walter Ulrich. Diese Ex-Langenthaler wollten weiter zusammen in einer Mannschaft spielen und sind glücklich, dass sie dies nun in Zuchwil können. Zu den vielen Routiniers kommen eigene Junioren, weshalb im Kader die grosse Altersdifferenz auffällt. Beim sportlichen Ziel lässt der Präsident keine Zweifel aufkommen: «Das soll keine Plauschmannschaft sein. Unser Ziel ist es, sofort in die 3. Liga aufzusteigen. Darüber wird nicht diskutiert.»

Mehr Nachwuchsförderung

Bei den Spesenentschädigungen kann Zuchwil Regio nun deutlich sparen und auch einen Mannschaftsbus braucht es bis auf weiteres nicht mehr, solange die Reisen an die Auswärtsspiele ins Emmental oder ins Seeland gehen. «Ja, wir können Geld sparen, und dieses Geld werden wir in die Nachwuchsbewegung investieren», erklärt Walter Ulrich die neue Ausrichtung. «Im Nachwuchs haben wir ein grosses Potenzial, das wir nutzen wollen. Wir müssen besser sein als die Nachbarn, damit die Kinder aus der ganzen Region zu uns kommen wollen. Deshalb haben wir sehr gute Leute engagiert. Das ist unser Weg». Sagt Walter Ulrich.

Das kann einem chinesisch vorkommen: Mit einem 6:1-Sieg gegen Chinas Nationalmannschaft schloss Zuchwil Regio die Vorbereitung erfolgreich ab und unterstrich damit seine Favoritenrolle in der 4. Liga. Dann soll es so schnell wie möglich in die 2. Liga gehen, die sei für den heranwachsenden Nachwuchs sehr attraktiv. Peilt Zuchwil Regio insgeheim wieder die erste 1. Liga an? Walter Ulrich bleibt hart: «So wie der Verband diese Liga aufgestellt hat, ist das für uns kein Thema mehr. Vielleicht merken die Leute ja irgendwann, dass das so nicht funktioniert. Wer weiss, vielleicht gibt es irgendwann wieder eine attraktive 1. Liga, aber das wird sicher nicht in den nächsten paar Jahren passieren.»

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