Aetigkofen

Mit «Hufeisenschiessen» hinter dem Haus: Der «Bären» ist eine Landbeiz mit vielen Überraschungen

Elisabeth und Kurt Zimmermann wirten in vierter Generation im «Bären» Aetigkofen.

Der «Bären» in Aetigkofen wird seit 20 Jahren von Elisabeth und Kurt Zimmermann geführt.

Der seit 1862 als Wirtschaft bestehende «Bären» wird seit 80 Jahren und damit in vierter Generation von der Familie Zimmermann geführt. Elisabeth und Kurt Zimmermann sind nun seit 20 Jahren hinter der Theke und in der Küche. Am Sonntag soll gebührend gefeiert werden.

«Mein Grossvater betrieb im Nebenerwerb einen kleinen Bauernhof, und unsere Grossmutter Emilie verkaufte in ihrem kleinen Laden hinter der Wirtsstube alles von der Nähnadel bis zu Lebensmitteln, was die Dorfbevölkerung so brauchte», berichtet Kurt Zimmermann. Auch sein Vater sei nicht ausschliesslich Wirt gewesen, sondern habe als ausgebildeter Uhrmacher nebenher ein kleines Geschäft betrieben.

Gäste lieben die Gerichte mit Fleisch und Wurst

Er selbst hat eine Lehre als Metzger gemacht und lange im Beruf gearbeitet. Offenbar – wie man von vielen Seiten hört – schmecken deshalb im «Bären» Gerichte mit Fleisch und Würsten besonders gut. «Ich schlachte nicht mehr selber, doch die Wurstwaren stelle ich mit ausgesuchten Zutaten, die ich einkaufe, selber her», betont Kurt Zimmermann diese «Bären»-Spezialität. Deshalb lieben hier die Gäste die traditionelle Metzgete, die «Zvieri-Brättli» oder die «Auergattigi Röschti» mit entsprechenden Beilagen. Geschätzt wird ebenso das Fondue chinoise mit feinen Saucen und natürlich ebenso das Freiburger Käsefondue «halb und halb».

«Ich bin ja so aufgewachsen»

Die Wirtschaft Bären habe er in vierter Generation gerne weitergeführt, erklärt Kurt Zimmermann. «Denn ich bin ja so aufgewachsen.» Sein Beruf sei abwechslungsreich, und die Aufgabe, Gastgeber zu sein, erfülle ihn.

So sieht es auch seine Frau Elisabeth, die für die Arbeit in der Wirtschaft ihren geliebten Beruf als Kinderpflegerin an den Nagel hängte. «Ehrlicherweise muss ich aber sagen, dass ich die Betreuung von Bébés anfänglich sehr vermisst habe», bekennt sie. Aber längst gefalle ihr ihre Aufgabe als Wirtin, die ihr Kontakt mit vielen Menschen ermögliche. «Nachdem es in den Dörfern kaum noch Läden oder Käsereien gibt, sind unsere Dorfbeizen zu wichtigen Treffpunkten geworden.» Tatsächlich: Schon am frühen Nachmittag haben sich unterschiedliche Gäste auf der mit Weinreben überwucherten Restaurant-Terrasse eingefunden.

Nicht nur im Lokal, auch im Catering tätig

Zimmermanns Gastronomie kann man auch auswärts geniessen. So weiss man im Bucheggberg, dass man neben Catering-Angeboten auf ihre Waldhüttenbewirtung zählen kann. Dann kommt beispielsweise der Grill zum Einsatz. Das Grillgut wird ergänzt mit vielen Salaten. Und hinterher kann man «Brönnti Creme» oder eine original «Bumbach Meringue» bestellen. Das «Bären»-Wirtepaar wartet noch mit weiteren Aktivitäten auf, dem «Open-Air-Spaghetti-Anlass» «uf dr Egg» mit Blick ins Limpachtal zum Beispiel.

Der Ruf des «Bären» als Endpunkt des Buechibärger Bierwanderwegs zieht auch immer wieder Gäste an. Kürzlich folgten sogar Japaner den Vorschlägen des Wanderbuchs von Monika Saxer. «Übrigens kann man bei uns auch in einem Doppelzimmer übernachten.» Angemeldet als nächste Schlafgäste sind Holländer. Genutzt werde das Zimmer häufiger von Paaren, die nebenan im Eventhof Isch ihre Hochzeit feiern.

Eine weitere Überraschung bietet der «Bären» mit dem «Hufeisenschiessen» hinter dem Haus. «Wir führen Buch mit einer Rangliste, und die Besten werden prämiert», sagt Wirt Zimmermann, der auch als Wettkampfrichter amtet.

Wenn viel zu tun ist, dürfen Zimmermanns auf die Mithilfe von Sohn Lars zählen, der im Bernbiet in einem Gastrobetrieb als Koch arbeitet. Zur Zukunftsplanung möchten sie sich noch nicht äussern: «Wir machen weiter», lautet ihre Devise.

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