Biberist
Mit der Schulsozialarbeit wird Mobbing früh erkannt

Der Gemeinderat Biberist nahm Kenntnis vom Bericht über die Schulsozialarbeit. Mobbing ist ein häufiges Thema.

Rahel Meier
Drucken
Teilen
In den Bereichen Prävention, Gesundheitsförderung und für gewünschte Klasseninterventionen würde aber oft die nötige Zeit fehlen, kam Michele Foglia zum Schluss.

In den Bereichen Prävention, Gesundheitsförderung und für gewünschte Klasseninterventionen würde aber oft die nötige Zeit fehlen, kam Michele Foglia zum Schluss.

Agnes Portmann

Der Gemeinderat Biberist hat an seiner letzten Sitzung den Rechenschaftsbericht der Schulsozialarbeit zur Kenntnis genommen. Seit August 2015 wird die Stelle von Michele Foglia, der bei der Perspektive Solothurn-Grenchen angestellt ist, wahrgenommen. Ein grosser Teil der Arbeit Foglias bestand deshalb im Kennenlernen und in der Vernetzung.

Er war an den Elternabenden präsent, im Lehrerzimmer, in den ersten und zweiten Sekundarschulklassen und auf den Pausenplätzen. In seinem Rechenschaftsbericht über das Schuljahr 2015/2016 hält Foglia fest, dass sein 60-Prozent-Pensum gut ausreicht für Einzelberatungen und für die Vernetzungs- und Beziehungsarbeit. In den Bereichen Prävention, Gesundheitsförderung und für gewünschte Klasseninterventionen würde aber oft die nötige Zeit fehlen.

Viele Stunden Gespräche

Im Rechenschaftsbericht werden auch die Stunden pro Zielgruppe aufgeschlüsselt. 70 Prozent (oder 487 Stunden) der dort verrechneten Arbeitsstunden wurden für Einzelberatungen von Schülerinnen und Schülern aufgewendet. 122 Stunden wurden durch Beratungsgespräche mit Lehrkräften beansprucht, 53 Stunden wurden für die Gesamtschule investiert und nur gerade 20 Stunden für Eltern. Die Verteilung der Stunden auf die Schulhäuser zeigt, dass die 5.- und 6.-Klässler am meisten Hilfe suchten, gefolgt von den 7.-Klässlern. Die Statistik zeigt zudem, dass die 1.- und 2.-Klässler häufiger das Gespräch mit dem Schulsozialarbeiter suchten, als die 3.- und 4.-Klässler.

Foglia zeigt in seinem Rechenschaftsbericht zudem auf, dass Mobbing ein häufiges Thema in der Schulsozialarbeit ist. Es tauche bereits in der ersten und zweiten Klasse auf. Daneben seien Gewalt oder schwierige Situationen in der Schule und zu Hause allgemein ein Punkt. Im Alter zwischen zehn und 13 Jahren seien es mehr Jungs, die das Angebot in Anspruch nehmen würden. Häufig seien sie von der jeweiligen Lehrperson geschickt worden. Bei den Mädchen ist die Altersgruppe der 14- und 15-Jährigen am häufigsten vertreten.

Der Gemeinderat hat:

- Diana Würgler anstelle von Ulrich Stettler (beide SVP) in das Wahlbüro gewählt;

- Jakob Hirschi und Bruno von Arx als 1. und 2. Ersatzmitlied für die SVP-Gemeinderatsfraktion als gewählt erklärt. (rm)

Foglia betont, dass Klasseninterventionen und Präventionsarbeit auch künftig nur vereinzelt möglich sei. Trotzdem ist er überzeugt, dass die Lehrkräfte und Eltern durch das Angebot der Schulsozialarbeit entlastet werden.

Beiträge an Hilfsprojekte

Immer in der letzten Sitzung des Jahres verteilt der Gemeinderat Biberist Geld an Hilfsprojekte im In- und Ausland. Heuer waren es folgende Institutionen, die profitieren konnten. 2500 Franken Nothilfe für die Philippinen nach dem Wirbelsturm, 2500 Franken an das Jubiläumslager des Panathlon Club Solothurn. Gemeindepräsident Martin Blaser hat je 1500 Franken für das Projekt Indienschule, das durch eine Biberister Lehrerin begleitet wird, gesprochen und weitere 1500 Franken an Amitola, gemeinnützige GmbH für Kinder, in Neuendorf.

Die FDP-Fraktion hat den Betrag von 3000 Franken je hälftig an das Projekt Trockenmauern im Kastanienwald im Tessin und an Umbauarbeiten in der Casa Fiori, ebenfalls im Tessin, gesprochen. Die CVP-EVP-Fraktion berücksichtigt je hälftig das Discherheim Solothurn und die Casa infantiles der Jesuitenmission in Santo Domingo. Die SP-Fraktion will den Gesamtbetrag von 3000 Franken an die Erdbebenopfer in Italien überweisen. Die SVP-Fraktion drittelt den Betrag und stiftet ihn der Wildstation in Landshut, dem Discherheim in Solothurn und dem Projekt Aqua Alimenta, Kleinbewässerungen für Bauern in Westafrika.